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JAHRGANG 1935
September 1935

Freitag, den 6. September 1935


2. Mose 25,20-22; 37,10-16

Kehren wir nun zur Stiftshütte zurück: Die Bundeslade, der Thron Gottes im Allerheiligsten, sollte von jetzt ab die Stätte sein, wo Gott um Israels, Seines Bundesvolkes willen immer neu mit Seinem geliebten Knecht Mose zusammentraf - wo Er von der goldenen Deckplatte herab das zu Mose reden wollte, was dieser im göttlichen Auftrag den Kindern Israel weitergeben sollte! - Ursprünglich war es auch für den Hohenpriester Israels, also für Aaron, bestimmt, daß, er hätte dürfen zu jeder Zeit ins Allerheiligste eintreten und Gottes Weisungen empfangen! Doch als die beiden ältesten Söhne Aarons sich so schwer verfehlten, indem sie fremdes Feuer vor dem Herrn darbrachten, da sprach der Herr zu Mose: „Rede zu deinem Bruder Aaron, daß er nicht zu aller Zeit ins Heiligtum hineingehe, innerhalb des Vorhangs vor die Deckplatte der Bundeslade, sonst müßte er sterben! Denn Ich erscheine in der Wolke über der Deckplatte.“ - Fortan durfte Aaron also nur einmal im Jahr (vgl. Hes. 16,27a) am Großen Versöhnungstag, ins Allerheiligste eintreten und dort Sühnung tun für sich und sein Haus und für die ganze Gemeinde Israels. - Wie anders war es mit Mose! „Mit ihm redete der Herr von Mund zu Mund wie mit einem vertrauten Freunde.“ Wie ein naher Freund jederzeit bei Tag und Nacht bei seinem Freunde eintreten darf, so durfte Mose zu aller Zeit, wann irgend er das Verlangen oder die Notwendigkeit empfand, ins Allerheiligste gehen und seinem Gott nahen. Der Herr bezeugt von ihm: „Mein Knecht Mose ist treu in Meinem ganzen Hause. Mit ihm rede Ich von Mund zu Mund, deutlich und nicht in Rätseln; und das Bild des Herrn schaut er!“ [4. Mos. 12,8; vgl. 5. Mos. 34,10-12.] Herr Jesus, ziehe mich in Deine nahe Gemeinschaft und Freundschaft! Ich bin willig und sehr verlangend, auf alle an diese Bitte geknüpften Bedingungen einzugehen!

Während die Bundeslade allein im Allerheiligsten stand, folgen nun die Gegenstände, die für das Heiligtum angefertigt werden sollten. Da ist zunächst der goldene Schaubrottisch. Er wurde von Akazienholz angefertigt und mit reinem Goldblech überzogen. Er war 2 Ellen lang, 1 Elle breit, 1/2 Elle hoch. Eine goldene Kranzleiste lief rings um die Tischplatte, und wie es scheint, war auch der unter der Tischplatte laufende Tischrand mit Blumen in Gold verziert. An den vier Ecken waren Ringe angebracht wie bei der Bundeslade, durch welche die gleichfalls mit Gold überzogenen Tragstangen liefen. - Auf diesen goldenen Tisch kamen jeden Sabbat neu die zwölf „Schaubrote “ oder „Brote des Angesichts “. (So hießen sie, weil sie beständig vor dem Angesicht des Herrn liegen mußten.) In diesen zwölf Broten waren die zwölf Stämme Israels dargestellt, wie Gott sie allezeit vor Augen hat! [Lies Jer. 31,31-40!] - Auf den Schaubroten lag Weihrauch; denn auch dem zwölf stämmigen Volke Israel kommt die Weihe und Kostbarkeit des Herrn Jesu zugut - auch sie werden noch angenehm und wohlgefällig gemacht werden in Ihm, dem Geliebten, wenn jene wunderbare und heute nicht ferne Zeit der großen Erweckung und Segnung Israels kommt! (Lies Jer. 31,1-6; Kol. 1,3-14.) O daß heute die Kinder Gottes es zu schätzen wüßten, daß die Gnade ihnen ein so herrliches Heil und Teil geschenkt hat: „Jubelt, ihr Gerechten, in dem Herrn! Den Aufrichtigen ist Lobgesang bereitet: darum singt dem Herrn ein neues Lied!“

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