BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
September 1935

Montag, den 2. September 1935


2. Mose 37,6-9

Auf dem Versöhnungsdeckel der Bundeslade waren die aus getriebenem Golde und aus einem Stück mit ihm gefertigten Cherubim-(Engels-)Gestalten. Es ist nicht klar zu sagen, ob dieselben knieten oder standen. Dieselben breiteten ihre Flügel nach oben ans, und ihr Angesicht war auf die Bundeslade gerichtet. (Vgl. 2. Mos. 25,16-22.) - Die Bundeslade stellte, wie wir schon aussprachen, für Israel die Gegenwart und Herrlichkeit Gottes dar. - Als später in den Tagen Elis und Samuels dieses heilige Gerät in die Hände der Philister gefallen war, klagte eine gottgeweihte Seele: „Die Herrlichkeit ist von Israel gewichen!“ [Lies 1. Sam. 4,5-22.] - Sie ist eine wunderbare Darstellung von unserem Herrn Jesus Selbst; denn in Ihm ist ja die Gnade und die Herrlichkeit Gottes völlig geoffenbart worden! Der Apostel Johannes ruft im Blick auf das Erdenleben unseres großen Heilandes aus: „Wir sahen Seine Herrlichkeit - die Herrlichkeit eines eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit!“ - Das Akazienholz deutet auf Seine Menschheit, das Gold auf Seine göttliche Herrlichkeit hin. Daß unser Herr Jesus Gott von Ewigkeit war, verlieh Seinem ganzen Leben des Dienens und Gehorchens in dieser Welt einen Glanz, der es unbeschreiblich wertvoll macht. Nicht nur, daß dieses Dienen und Gehorchen ein durchaus freiwilliges war, es liegt noch viel mehr in dem Geheimnis Seiner Person. Er war Der, von dem Jehova der Heerscharen gesagt hatte: „Mein Gefährte.“ [Sach. 13,7.] Das verleiht Seiner freiwilligen Erniedrigung einen Wert, den niemand zu ergründen und auszumessen vermag! - Je höher die Stellung und die persönliche Würde dessen ist, der uns einen Dienst erweist, um so höher ist der Wert dieses Dienstes in unseren Augen; und das mit vollem Recht, denn es ist mehr an uns gewandt worden - es hat mehr Selbstverleugnung gekostet, als wenn der Dienende ein Mann von geringem Stand wäre! Die unendliche göttliche Herrlichkeit, die unserem Heiland innewohnte, verleiht Seinem Erdenleben und Seiner großen Liebestat am Kreuze einen Wert und einen Glanz, der unaussprechlich ist! Wie Großes tat Er! (Lies Luk. 23,33-49.) In der Bundeslade lagen die Gesetzestafeln. Er, der die wahre Bundeslade ist, konnte sprechen: „Dein Wohlgefallen zu tun, mein Gott, ist Meine Lust; Dein Gesetz ist im Inneren Meines Herzens!“ - Die ersten Tafeln wurden ja gleich am Fuß des Sinai zertrümmert! (2. Mos. 32,19.) Noch ehe dieselben vom Berge herabgebracht wurden, war ja Israel seinem Gott abtrünnig geworden - hatte die Hauptgebote des Gesetzes gebrochen, ehe es dieselben überhaupt in die Hand bekam!! - Nun sollten die zweiten Tafeln, die Gott beschrieb, unmittelbar niedergelegt werden in dem sicheren Schrein der heiligen Bundeslade. - So hat der herrliche Wille Gottes, der von den ungehorsamen Menschen mit Füßen getreten worden ist, in dem heiligen Herzen Jesu, der wahren Bundeslade, seine Stätte, in Seinem heiligen Leben und Sterben seine wunderbare Erfüllung gefunden - in Ihm, der da sprach: „Siehe, Ich komme, um Deinen Willen, o Gott, zu tun!“

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