BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
Juni 1935

Dienstag, den 18. Juni 1935


2. Mose 34,21

Hier wird erneut an den wöchentlichen Ruhetag erinnert, den Sabbat. Wir sehen, welche hohe Bedeutung derselbe für das Volk Israel hatte. Auch uns Kindern Gottes hat der Sabbat Israels für unser inneres Leben unendlich viel zu sagen. - Bei unserer Betrachtung des 2. Buches Mose haben wir davon schon ganz ausführlich gesprochen bei 2. Mos. 31,12-17 und bei 2. Mos. 20,8-11. [Siehe Bibellesezettel 1934, 2. Vierteljahr: 22.-27. Juni, und 1935, 1. Vierteljahr: 8. bis 14. März!] Da unsere Leser dies nachlesen können, bleiben wir diesmal nicht so lange dabei stehen. Nur eines ist hier neu hinzugefügt: der Herr betont, daß auch in der Pflügezeit und in der Erntezeit der Sabbat eingehalten werden soll trotz der vielen Arbeit! - Wir sehen, wie gut Gott unsere Herzen und unser Leben kennt. Er weiß, wie nahe es uns liegt, in einer Zeit besonderen Arbeitsandrangs den Ruhetag durch Werktagsarbeit zu entweihen. Darauf ruht kein Segen, denn der Herr mißbilligt dies. Und wenn wir auch nicht unter dem alttestamentlichen Sabbatgebot stehen, so ist uns statt dessen der noch viel kostbarere Sonntag - der Tag unseres Herrn Jesu gegeben, an welchem Er uns in besonderer Weise segnen, erquicken, emporheben will. [Offenb. 1,9. 10,] - Ein Sonntag war es, an welchem der Heilige Geist auf die Jünger ausgegossen wurde - der Geburtstag der neutestamentlichen Gemeinde Gottes! [Lies Apgesch. 2,1-4.] Vor allem ist es der Auferstehungstag unseres hochgelobten Herrn. Während des jüdischen Sabbats lag Er im Grabe, aber am folgenden Morgen vor Sonnenaufgang ging Er als die wahre Lebenssonne siegreich und herrlich aus Tod und Grab hervor. [Lies Mark. 16,1-6.] - Ja, Christi Auferstehung verkündet es laut vor aller Welt, daß Er Satan und Sünde, Tod und Verdammnis auf ewig besiegt hat, und daß durch Ihn Leben und Heil, Erlösung von Schuld und Sünde geschenkt ist für jeden Glaubenden! - Ja, der Sonntag, der „erste Tag der Woche“, ist der große Siegestag unseres Herrn und Heilandes. Wir sehen, daß Er während jener vierzig Tage nach Seiner Auferstehung denselben immer wieder dadurch kennzeichnete, daß Er den versammelten Jüngern erschien! (Lies Mark. 16,9-14; Joh. 20,19. 20. 26.) - Wir verstehen, daß die ersten Christen stets diesen ersten Tag der Woche heiligten - nicht als ein ihnen auferlegtes Gebot, sondern als einen Tag hoher Vorrechte und Segnungen - als den ihrem erhöhten Herrn gehörigen und geweihten Tag! An diesem Tage feierten sie das Gedächtnismahl des Herrn, durch welches sie Seinen Tod verkündigten und Seine Gnade priesen [Vgl. Apgesch. 20,7.] - In Verbindung mit ihrem Zusammenkommen an diesem Tage standen auch ihre Geldsammlungen für ihre bedürftigen Mitgläubigen - ein köstliches Zeugnis der Liebe und des Verbundenseins untereinander! [1.Kor. 16,1. 2.]

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