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JAHRGANG 1935
März 1935

Sonntag, den 31. März 1935


2. Mose 32,6

Brandopfer und Friedensopfer brachte das Volk in der Frühe des neuen Tages dem Kalbe dar, so wie sie sie sonst Jehova, ihrem Gott, dargebracht hatten! - Bezeichnenderweise fehlte aber jegliches Sündopfer, denn eine falsche Religion kann niemals die tiefgreifendste Frage des Menschenherzens und Menschenlebens Gott gegenüber lösen - die Frage der persönlichen Sünde und Schuld im Blick auf die nahe Ewigkeit! - Wie viele Tausende gibt es auch heute, deren innerstes Gewissen in der größten Not ist ob ihrer Befleckung und Schuld - die aber, irregeführt durch falsche Predigt und Belehrung, niemals zur Entlastung und Erlösung gelangen, sondern in ihren Sünden sterben - in ewige Nacht und Finsternis, in die Hölle und ewige Qual gehen! Wo sind die erlösten und erleuchteten Kinder Gottes, die durch ihr Leben und ihren Wandel ein klares und beglückendes Zeugnis ablegen von Dem, der gesprochen hat: „Kommt alle her zu Mir, die ihr euch abquält und von schwerer Last bedrückt seid! Ich will euch erquicken und euch Ruhe schenken!“ V. 6b: „Und das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu trinken, und dann begann die Belustigung!“ - Mit einer falschen Religion, auch wenn sie den Namen Gottes und des Herrn Jesu Christi trägt - so wie Aaron die Religion seines Goldenen Kalbesein Fest für den Herrn“ hieß! - geht weltliches Vergnügen, Spiel und Tanz und alle fleischliche Sünde Hand in Hand! - Morgens ist man in der Kirche, abends im Wirtshaus oder im Theater. - Die große Christenheit - während sie sich mit dem Namen Christi deckt - erkennt Ihn in keiner Weise praktisch als ihren Herrn und Gebieter an und ist himmelweit entfernt von Seinem Herzen, von Seiner heiligen Gegenwart und von Seinem Willen! - Der Herr muß ihnen das erschütternde Wort zurufen: „Was heißt ihr Mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was Ich sage!“ - Ja, wer ist es denn in der Praxis des täglichen Lebens in großen und kleinen Dingen gewöhnt, danach zu fragen und zu handeln, was der Herr Jesus sagt - was Gott in Seinem heiligen Worte spricht? - Der Herr Jesus ist wie Mose „auf den Berg gegangen“, in den Himmel, die unmittelbare Gegenwart Gottes. Seine wahre Gemeinde hat der Herr auf der Erde gelassen in der Stellung der Abhängigkeit und des Gehorsams, damit sie Sein Wort bewahre und Sein großes, herrliches Heil in der Welt verkünde - Seinen Namen nicht verleugne, sondern denselben durch ihr ganzes Wesen und Leben bekenne, und die sündigen, verlorenen Menschen für Gott und für die Seligkeit gewinne! - Deshalb sagt der Herr Jesus zu Seinen Jüngern und Jüngerinnen: „Ihr seid das Salz der Erde! - Ihr seid das Licht der Welt!“ [Lies Matth. 5,13-16; Offenb. 3,7-13.] Wer in Wahrheit den Herrn Jesus als seinen Erlöser im Glauben ergriffen hat, der soll Ihn auch als seinen herrlichen Herrn und Gebieter freudig bekennen und Ihm täglich und stündlich dienen mit allem, was er tut - in tiefer Ehrfurcht und Dankbarkeit, in Gehorsam und Aufopferung! (Lies Luk. 12,32-40.) - Gott sei Dank, daß es überall einzelne treue Knechte und Mägde gibt, die als ein Licht und ein Salz wirken und die Menschen vom Verderben retten - sie der wahren Gemeinde Jesu Christi zuführen. Doch die Christenheit im Großen sowie gar viele wirkliche Gläubige - gleichen jenem Knechte, der im innersten Herzen denkt: „Mein Herr kommt noch lange nicht!“ - Alle, die in Gefahr stehen, so zu denken, mögen sich prüfen an Luk. 12,45-48!

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