BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
März 1935

Donnerstag, den 7. März 1935


2. Mose 31,6-11

Auch Oholiab hatte einen schönen Namen: „Im Zelt seines Vaters!“ oder -wie man es auch übersetzen kann: „Mein Bergungsort ist der Vater!“ Pastor Dolman schreibt hierzu: ,,O Oholiab, Tränen kommen in mein Auge, wenn ich an dich denke! Ich möchte dir gerne ähnlicher sein, als ich es bin, in deiner Vertrautheit mit Gott. - Wie oft höre ich durchs offene Fenster mein kleines Töchterlein sagen: ,Ich frage Vater!' oder: ,Ich sage es Vater!' Und eine Minute später geht meine Tür auf, und die kleine Dora eilt in meine Arme und bittet und fragt und sagt alles, was sie gerade beschäftigt und was sie von mir haben möchte. So hat es Oholiab seinem Gott gegenüber gemacht, und deshalb konnte Gott ihm auch solches Gelingen geben bei den wundervollen Cherubimdecken und Eingangsvorhängen. Wenn die blauen und roten Purpurfäden nicht reichen wollten, oder wenn die webenden Frauen einen Fehler beim Einweben der Cherubsgestalten machten, dann kam Oholiab nicht aus der Fassung! Er blickte auf zu Gott, der, die Wohnung seiner Seele' war, und so konnte er sich seine Ruhe bewahren - konnte liebevoll, geduldig und freundlich bleiben!“ (Lies Ps. 16,1.8; 17,8; 27,5.) - Ja, die biblischen Namen haben etwas zu bedeuten, und diese beiden Männer, Bezaleel und Oholiab, sagen uns durch ihren Namen etwas, das von großem Wert für uns ist, und das wir völlig verwirklicht sehen in dem Erdenleben unseres hochgelobten Heilandes Selbst! - In Psalm 91 heißt es: „Wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt und unter dem Schatten des Allmächtigen bleibt, der spricht zu dem Herrn: Meine Zuflucht und meine Burg - mein Gott, auf Den ich vertraue! ... Mit Deinen Fittichen wirst Du mich decken, und stets finde ich Bergung unter Deinen Flügeln!“ -Wer konnte dies mit solcher Inbrunst, Tiefe und beständigen WirkIichkeit sagen wie unser Herr Jesus, als Er auf Erden Seine Aufgabe erfüllte? - Doch auch der schwächste Seiner Jünger, die geringste Seiner Jüngerinnen darf es Ihm nachsprechen und die kostbare Erfahrung des Schutzes und der Leitung, des Trostes und der Kraft Gottes machen! - Den beiden Künstlern war natürlich eine ganze Schar begabter, tüchtiger Arbeiter und Arbeiterinnen beigegeben; denn aus dem ganzen Volke fanden sich bereitwillige Herzen herzu, um mit Gaben und Geschenken, aber auch mit Fähigkeiten und Arbeitskräften zu dienen! [Lies 2. Mos. 25,1-9; 35,20-29.] - In 2. Mos. 35,34 hören wir, daß Bezaleel und Oholiab zu all ihren anderen Befähigungen von Gott auch die Gabe des Unterrichtens, des Anweisens und Anleitens empfangen hatten. Es gibt sehr begabte, tüchtige Menschen, auch im Reiche Gottes, die in allen möglichen Dingen großes Geschick und wohl auch große Gnade von Gott aufweisen; aber die Fähigkeit, Selbstlosigkeit und Geduld, die dazu gehört, andere in die Arbeit hineinzuziehen - sie anzuleiten und zu tüchtigen Mitarbeitern zu erziehen, geht ihnen gänzlich ab. So erliegen sie häufig mit ihren Kräften dem Übermaß der Arbeit, und dann ist niemand da, der die Sache halten und ihr dienen kann, weil sie niemanden dazu erzogen haben! - Der Herr Jesus Selbst gibt uns das Vorbild, wie man sich Mitarbeiter erzieht. Wie Großes hat Er in den drei Jahren des Zusammenlebens und Zusammenarbeitens an den Jüngern in dieser Hinsicht erreicht: Sie wurden die Säulen Seines ganzen, weltbedeutenden Werkes auf Erden! - In Vers 7-11 zählt der Herr Mose noch einmal all die einzelnen Gegenstände auf, die anzufertigen waren. Und schließt mit den Worten: „Genauso, wie Ich dir geboten habe, soll alles ausgeführt werden!

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