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JAHRGANG 1935
Februar 1935

Montag, den 18. Februar 1935


2. Mose 30,17-21

Bei ihrer Weihe hatten die Priester eine einmalige ganze Waschung erfahren. Jetzt, während ihres Dienstes, war nur immer neu die Reinigung der Hände und der Füße notwendig. (Es ist sehr interessant zu bemerken, daß im Hebräischen der Ausdruck für die ganze Waschung in 2. Mos. 29,4 „sie mit Wasser waschen“ ein ganz anderer ist als in Kap. 30,18-20, wo es sich nur um das Waschen der Hände und Füße handelt! - Die Schrift ist wunderbar genau in ihrer Ausdrucksweise!) - Der Herr Jesus sagt zu Petrus: „Wer ganz gewaschen ist (oder: wer soeben vom Bad kommt), hat nicht nötig sich zu waschen, ausgenommen die Füße, denn er ist ganz rein!“ - Paulus schreibt: „Wir sind gerettet - nicht wegen guter sittlicher und religiöser Leistungen, die wir vollbracht hätten, sondern Gott hat uns Heil gebracht durch Sein Erbarmen - durch das Bad der Wiedergeburt und die Neuschaffung, die der Heilige Geist zustande brachte! - Diesen hat Gott reichlich über uns ausgegossen durch Jesus Christus, unseren Heiland, damit wir nun, als durch Seine Gnade Gerechtfertigte, auch Erben des ewigen Lebens seien, entsprechend den herrlichen Aussichten, die uns gegeben worden sind!“ [Tit. 3,4-7.] - In Eph. 5 lesen wir: „Christus hat Seine Gemeinde geliebt und Sich Selbst für sie hingegeben, um sie zu heiligen. Ja, Er reinigte sie durch die Waschung mit Wasser - durch das Wort Gottes, um sie in herrlicher Schönheit darzustellen, so daß sie weder Flecken noch Runzel, noch irgend etwas dergleichen hat, sondern daß sie wirklich heilig und tadellos sei!“ - Das eherne Becken war also gefüllt mit klarem, reinem Wasser. Wie gut, daß beides beieinander ist: die ernste, alle Sünde offenbar machende Gerechtigkeit Gottes und auch Seine reinigende und heiligende Macht! - Unendlich viel haben wir unserem himmlischen Hohenpriester, dem Herrn Jesus, zu danken! - Daß wir an unsere Sünde erinnert werden - daß wir sie erkennen, ist die Folge Seiner Bemühung und Fürbitte beim Vater. Jesus ist es, der da „wandelt inmitten der sieben goldenen Leuchter“ und der uns auf alles aufmerksam macht, was Gott in unserem Wesen und Tun mißfällt und was ein freudiges und schnelles Vorankommen im inneren Leben hindert! - Wenn wir also unsere Mängel und Fehler erkennen, so verdanken wir dies Seiner Fürbitte, Seiner Arbeit an uns durch Sein Wort und Seinen Geist. Er erfleht es beim Vater für uns - sowohl daß wir jede Sünde alsbald erkennen möchten, als auch, daß wir sie bereuen und in tiefer Buße ablegen. Die neue Natur in uns kann es ja mit etwas Unreinem nicht aushalten! (Lies Offenb. 3,1-6; [Ps. 32,1-11].) - Wie wir schon sagten, ist das Wasser ein Bild von dem wunderbaren Worte Gottes: „Denn das Wort Gottes ist voll Leben und göttlicher Kraft und schärfer als das schärfste Schwert! Es dringt durch, bis es scheidet Seele und Geist - Gelenke und Mark; es ist ein Beurteiler der Gedanken, der Beweggründe und Absichten des Herzens. - Ja, nichts in der ganzen Schöpfung ist vor Ihm verborgen, sondern alles liegt unverhüllt und aufgedeckt vor den Augen Dessen, mit dem wir es zu tun haben und dem wir Rechenschaft abzulegen haben!“ - Aaron und seine Söhne hatten das eherne Becken nicht nur dann zu benützen, wenn sie es für notwendig hielten - wenn sie sahen, daß ihre Hände und Füße der Reinigung bedurften! - Vielleicht waren dieselben manchmal so rein, daß ihnen selbst eine Reinigung ganz überflüssig erschien. Und doch hielt Gott dieselbe für nötig; sie war notwendig, wenn sie wirklich Gott nahen wollten! - Auch dies hat uns viel zu sagen.

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