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JAHRGANG 1935
Februar 1935

Sonntag, den 17. Februar 1935


2. Mose 30,17-21

Gott ordnete nun die Anfertigung eines großen Beckens von Erz an. Stets mit frischem Wasser gefüllt, sollte es der Reinigung der Priester dienen. Dieses „eherne Meer“ [2. Kön. 25,13] stand zwischen dem Brandopferaltar und dem Eingang des Heiligtums, links vom Eingang. Während uns für alle anderen Gegenstände der Stiftshütte Form und Maße ganz genau angegeben werden, ist dies beim ehernen Waschbecken nicht der Fall. - Es ist hier Gott wohl ganz und gar um die Sache zu tun, nämlich um die Reinigung Seiner Geliebten, nicht so sehr um das Abbild! Wenn die Schrift über irgendeinen Punkt Schweigen bewahrt, so hat uns dies ebensoviel zu sagen wie alles, was sie redet: „Was uns verborgen bleibt, das ist des Herrn, unseres Gottes, Sache; aber was geoffenbart worden ist, das gehört uns und unseren Kindern ewiglich, damit wir alle Worte dieses Gesetzes auch in die Tat umsetzen!“ [5. Mos. 29,29 (Luth. 28).] - Wir hören hier, daß das eherne Waschbecken auch ein großes Untergestell hatte. Die jüdische Überlieferung sagt uns, daß das obere Becken zwei Hahnen hatte, durch welche man das untere für die Fußwaschung füllen konnte. - Das eherne Waschbecken spricht zu uns von praktischer Reinigung. Es war für die Priester bestimmt. Jedesmal, wenn sie zum Dienst ins Heiligtum gingen, und auch wenn sie aus demselben wieder hervortraten, um am ehernen Altar zu dienen, mußten sie sich die Hände und die Füße hier waschen. (Die Priester taten ihren Dienst ohne Schuhe! Lies 2. Mos. 3,5!) Dies sagt uns, daß wir gerade als Erlöste, die berufen sind, mit allem, was sie tun, Gott zu dienen, immer neu der praktischen Reinigung durch das Wort Und den Geist Gottes bedürfen! - Das Wasser ist in der ganzen Heiligen Schrift ein Bild vom Worte Gottes, lebendig gemacht und gebraucht vom Heiligen Geist zur Förderung und Reinigung unserer Seele und unseres praktischen Wandels. (Lies Eph. 5,25-27.) - Die Fußwaschung, welche unser großer Heiland Seinen Jüngern zuteil werden ließ, als Er das letzte schöne Zusammensein mit ihnen hatte - und die an diese Fußwaschung geknüpften Unterweisungen können uns viel Klarheit geben über die geistliche Bedeutung des ehernen Beckens im Vorhof der Stiftshütte! - Jesu Jünger, die zugleich ja Priester Gottes sind, bedürfen als solche stets erneuter Reinigung, wenn sie sich der Gemeinschaft mit Gott und mit Jesus freuen sollen. Er, der hochgelobte Heiland, spricht zu jedem einzelnen von uns: „Wenn Ich dich nicht wasche, so hast du keine Gemeinschaft mit Mir!“ ([Joh. 13,8]; vgl. 2. Tim. 3,16.17; Hebr. 4,12.13.) - Das Erz, aus welchem dieses große Waschbecken gefertigt war, weist uns hin auf die eherne Gerechtigkeit Gottes, der alle Sünde haßt - der jeden Menschen persönlich verantwortlich macht für sein Tun und seine Sünden, vor allem Seine Glaubenden: „Wenn Ihr ja Den als Vater anruft, der ganz unparteiisch einem jeden nach seinem Tun das Urteil spricht, dann bewegt euch in heiliger Scheu vor Ihm, solange ihr hier auf Erden als Fremdlinge pilgert! - Denkt daran: Nicht mit vergänglichen Werten - mit Silber oder Gold -seid ihr losgekauft worden von eurer oberflächlichen, von den Vätern überkommenen Lebensart, sondern um den hohen Preis des Blutes Christi, als eines Lammes ohne Fehl und ohne Flecken!“ (Lies Röm. 14,12; Gal. 6,5; 1. Petr. 4,5; [Röm. 2,1-11].)

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