BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1935
Februar 1935

Dienstag, den 12. Februar 1935


2. Mose 30,10

Heute mußten wir, um einen Überblick über die hochheiligen Gegenstände zu geben, mehr Bibelstellen angeben als sonst! - Wer die Zeit nicht erübrigen kann, diese Stellen auszusuchen, muß es unterlassen! - Wir glauben, manchem eifrigen Schriftforscher damit zu dienen und führen sie deshalb doch an.

Einmal im Jahr, am großen Versöhnungstage, an welchem alle Gegenstände des Heiligtums mit Sühneblut bestrichen oder besprengt wurden, um sie zu entsündigen, mußte auch der goldene Altar siebenmal mit Blut besprengt und mußten seine Hörner auch entsündigt werden. [Vgl. 3. Mos. 16,18.19.] - Dies sagt uns, daß Anbetung für Gott nur möglich und angenehm sein kann auf Grund der durch Christum geschehenen Erlösung! - Nur Wenn du mit Gott versöhnt bist durch den Opfertod Seines Sohnes, kannst du als geliebtes Kind und gereinigter Anbeter Ihm nahen und eine Ihm wohlgefällige Huldigung - eine Verherrlichung Seines Namens darbringen durch Christum. - Der goldene Altar zählt zu den „hochheiligen Gegenständen“ der Stiftshütte Wie der Brandopferaltar: Kap. 29,37, vor allem natürlich die Bundeslade und das Allerheiligste: 2. Mos. 26,33.34; dann der goldene Tisch und seine Geräte, der goldene Leuchter und seine Geräte, das eherne Waschbecken und sein Gestell: lies Kap. 30,26-29. - Für hochheilig galten auch das Speisopfer: 3. Mos. 2,3.10; das Sündopfer: 3. Mos. 6,10.17-22; das Schuldopfer: 3. Mos. 7,1.6; die Schaubrote: 3. Mos. 24,5-9 und alles Verbannte: 3. Mos. 27,28; ebenso der Hohepriester selbst: 1. Chron. 23,13. - Am großen Versöhnungstage geschah es - einmal im Jahr - daß der Hohepriester, in eine Wolke von Rauchwerk gehüllt, in das Allerheillgste vor die Bundeslade trat, um hier das Versöhnungsblut zu sprengen. Wäre er nicht eingehüllt gewesen von der Wolke des Rauchwerks, so hätte er durch den Anblick der Bundeslade Und der Herrlichkeit des Herrn sterben müssen! [3. Mos. 16,13.] Der Herr Jesus ist in dem ganzen Wert und der Herrlichkeit Seiner eigenen Person - mit Seinem Blut ein für allemal in den Himmel eingegangen, um uns die ewige Gnade Gottes zu sichern und nun allezeit vor dem Angesicht Gottes für uns zu erscheinen - die Kraft Seiner Fürbitte immerdar für uns zu verwenden. (Lies Hebr. 9,11-15.24; [7,23 - 8,2].) - Sehr ernst sagt uns allerdings diese Stelle auch, daß kein Mensch - auch der edelste und beste nicht! - vor das Angesicht und in die Gegenwart Gottes treten kann, ohne sofort getötet und verdammt zu werden - es sei denn, er komme in dem Wohlgeruch und der Wohlannehmlichkeit Jesu Christi, des eingeborenen Sohnes Gottes, vor Gottes Angesicht! - Wie tröstlich und herrlich, daß die Schrift uns lehrt, daß jeder wahre Glaubende ein für allemal „in Christus“ zu Gott gebracht ist! Diese Worte „in Christus“ oder „in Christus Jesus“ - sie bezeichnen die neue, ewig sichere Gnadenstellung aller wahren Glaubenden bei Gott. Deshalb finden wir sie so häufig in den Briefen der Apostel. „Also gibt es jetzt keine Verdammnis für die, welche in Christus Jesus sind!“ [Röm. 8,1 ; vgl. 1. Kor. 1,4; 6,11 ; Eph. 2,13.] - Manchem Bibelleser mag es wichtig sein, zu erfahren, daß der große goldene Räucheraltar, den König Salomo später für den Tempel fertigte, zur Makkabäerzeit von dem grausamen Unterdrücker und Peiniger der Juden, dem syrischen König Antiochus Epiphanes, geraubt wurde. (1. Makk. 1,21-24.) - So hat der große Feind der Kirche Gottes im allgemeinen die Anbetung geraubt. Was eigentlich Anbetung Gottes ist - Anbetung unseres Herrn Jesus Christus im Geist und in der Wahrheit, das verstehen die allerwenigsten Kinder Gottes. Und doch fehlt unserem inneren Leben, unserem Gebets- und Gemeinschaftsleben als Erlöste Gottes etwas ganz Wesentliches, wenn wir das noch nicht kennen und wissen! Gott anzubeten heißt: mit einem befreiten Herzen und Gewissen - im Bewußtsein, so sehr geliebt zu sein von Gott und von Ihm in größter Gnade und Freude willkommen geheißen zu werden - vor Ihn zu treten und der Freude, der Glückseligkeit, der Huldigung und Anbetung unseres Herzens freien Lauf zu lassen im Heiligen Geist! „Ihr aber, Geliebte, indem ihr euer inneres Leben aufbaut auf euren allerheiligsten Glauben, und indem ihr betet in der Kraft und Inbrunst des Heiligen Geistes, erhaltet euch selbst beständig in dem Bewußtsein der großen Liebe, mit der ihr von Gott geliebt seid. Zugleich dürft ihr die Barmherzigkeit unseres Herrn Jesu Christi erwarten, der uns zum ewigen Leben heimholen will!

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