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JAHRGANG 1935
Januar 1935

Montag, den 21. Januar 1935


2. Mose 29,19-21

Nun wurde ein zweiter Widder, das eigentliche Weiheopfer, geschlachtet. Es war ein Friedensopfer. [Vgl. V. 28b und 3. Mos. 3,6-11.] - Auch auf dieses Opfer legten Aaron und seine Söhne ihre Hände, so daß die Wohlannehmlichkeit des Opfers sich auf sie übertrug und sie in der nahen Gemeinschaft mit Gott befestigte. (Lies Eph. 2,13.19-22; Kol. 1,21-23.) - Mose mußte nun von dem Blut des Widders nehmen und davon auf das rechte Ohrläppchen Aarons und seiner Söhne, auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die große Zehe ihres rechten Fußes streichen. Damit sollte darauf hingewiesen werden, daß die Priester mit all ihren Fähigkeiten und Kräften dem Dienste Gottes geweiht waren. (Der Widder war stets ein Opfer der Weihe!) Dasselbe Blut, das um ihretwillen vor Gott vergossen wurde, verpflichtete sie auch zu völliger Weihe für Gott. Dies ist auch für uns, die wir Könige und Priester Gottes sein dürfen, höchst bedeutungsvoll! [Lies Offenb. 1,5b.6.] - Das Blut unseres Herrn Jesus Christus hat alle wahrhaft Wiedergeborenen nicht nur von ihren Sünden gereinigt, sondern sie zugleich für Gott geheiligt! Das teure Opfer des Sohnes Gottes ist nicht nur das Mittel zu unserer Versöhnung mit Gott gewesen, sondern zugleich der Preis geworden, um welchen wir für Gott erkauft und geweiht sind. [Lies 1. Kor. 6,19.20.] - Nach Gottes Willen ist unser inneres Ohr dazu bestimmt, auf Ihn, unseren himmlischen Herrn, zu hören und Ihm zu gehorchen. Petrus schreibt den Erlösten: „Ihr seid auserwählt entsprechend der Vorkenntnis und Vorherbestimmung Gottes des Vaters - ihr seid herauserlöst aus Welt und Sünde durch die Arbeit des Heiligen Geistes. Zum Gehorsam seid ihr geführt worden, indem ihr bei eurer Bekehrung mit dem Blute Jesu Christi, des Sohnes Gottes, besprengt wurdet!“ - Unser Herr Selbst, als Er hier auf Erden war, sagte: „Gott weckt Mir jeden Morgen das Ohr, damit Ich höre und aufmerke, wie es wahre Jünger tun!“ (Jes. 50,4.5; vgl. Ps. 40,6-8 [Luth. 7-9].) - Gott spricht heute: „Glückselig der Mensch, der auf Mich hört, indem er an Meinen Türen wacht Tag für Tag - die Pfosten Meiner Tore hütet!“ [Spr. 8,34a.] - Unser Hören, unsere Aufmerksamkeit muß also ganz Gott zur Verfügung stehen, wenn wir Ihm als Erlöste priesterlich dienen sollen. - Nicht nur auf das Ohr, auch auf die rechte Hand und den rechten Fuß der Priester tat Mose von dem Blut des Widders. Nach Gottes Willen ist auch unsere Hand zum Dienst, zur Ausführung des Willens Gottes - unser Fuß zum Wandeln in Seinen Wegen bestimmt! „Oder wißt ihr nicht“ - so werden die Bekehrten angeredet -, „daß ihr nicht nach eigener Willkür über euch selbst verfügen könnt?“ - Zu unserer Schande und zu unserem Schmerz müssen wir es sagen: Manches Kind Gottes beherzigt es noch sehr wenig, daß es nicht mehr sich selbst angehört, sondern für Gott erkauft ist. Und doch heißt es. „Ihr seid um einen hohen Preis für Gott erkauft worden! Verherrlicht Ihn nun in eurem Leibe, d. h. in eurem praktischen, täglichen Leben!“ [2. Kor. 5,15.17.] – Erst wenn wir das richtige Hören und Verstehen des Willens Gottes gelernt haben, kann auch unser Tun Gott geheiligt sein; es gilt, im Geiste zu wandeln! „Wer wird steigen auf den Berg des Herrn, und wer wird stehen an Seiner heiligen Stätte? Wer unschuldiger Hände und reinen Herzens ist. Das ist das Geschlecht derer, die nach Dir trachten und die Dein Angesicht, Herr, suchen!“ In Hiob 17,9 steht: „Der Gerechte wird an seinem Wege festhalten, und der Mann reiner Hände wird an Stärke zunehmen!“ - Wie wird doch unser Herz erfreut, wenn wir erfahren, daß all unser tägliches Mühen und Arbeiten, auch das Geringfügigste, Gott geweiht sein kann und darf! Auch jeder Schritt unseres Fußes soll ein Gehen im Gehorsam und im Vertrauen, ein Vorwärtsschreiten auf dem Weg des Lebens sein!

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