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JAHRGANG 1935
Januar 1935

Dienstag, den 8. Januar 1935


2. Mose 28,36-38; Jesaja 6,1-7

Ein wichtiges Stück der hohepriesterlichen Kleidung was das goldene Stirnblatt, auch das heilige Diadem genannt. Dasselbe war mit einer blauen Schnur an dem weißleinenen Kopfbund des Hohenpriesters befestigt und trug die Inschrift: „Heilig dem Herrn!“ - Es sollte die Stirn Aarons zieren und dazu dienen, das Wohlgefallen des Herrn auf das ganze Volk Israel zu übertragen, trotz der Mängel und Fehler, die bei dem Gottesdienst des Volkes mit unterlaufen mochten. „Der Herr hat Wohlgefallen an Seinem Volke!“ [Ps. 149,4.] - „Und Aaron soll die Ungerechtigkeit der heiligen Dinge tragen, welche die Israeliten Gott weihen bei der Darbringung ihrer heiligen Gaben!“ - Dieses goldene Stirnblatt mit seiner Aufschrift ist eine Darstellung der göttlichen Heiligkeit unseres großen Hohenpriesters, der uns beständig in der Gegenwart Gottes vertritt und uns Gott angenehm und wohlgefällig macht: „Es soll beständig an seiner Stirn sein zum Wohlgefallen für die Kinder Israel vor dem Herrn!“ - Allen lauteren Kindern Gottes ruft der Heilige Geist zu: „Bringt Danksagung mit Freuden dar dem Vater, der uns befähigt und passend gemacht hat, am Erbe der Heiligen im Lichte Anteil zu haben! - Er hat uns gerettet aus der Gewalt der Finsternis und uns versetzt in das Königreich Seines Sohnes, den Er so sehr liebt! - Ja, in Jesus haben wir die Erlösung, die Vergebung unserer Sünden!“ - Welch wunderbare Ruhe und Sicherheit gibt es dem Herzen lauterer und demütiger Kinder Gottes inmitten all der Unbeständigkeit des irdischen Lebens mit all seinen Erlebnissen und Erfahrungen, zu wissen: Unser großer Hoherpriester ist beständig in der Gegenwart Gottes für uns, und Seine Heiligkeit überträgt sich auf unsere Stellung vor Gott! -

Niemals könnte ja unser Dienst und unsere Anbetung vor Gott wohlgefällig sein, wenn sie nicht geheiligt und angenehm gemacht würde vor Gott durch den Herrn Jesus. Seine Person, Seine Herrlichkeit und Vollkommenheit erst verleiht unseren Darbringungen den Wert und die Annehmlichkeit, die sie in der Tat haben: „Ihr seid ja ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, und bringt geistliche Opfer dar, die Gott wohlgefällig und angenehm sind durch unseren Herrn Jesus Christus! - Deshalb wollen wir nun durch Ihn Gott fort und fort die Opfer des Lobes darbringen - das ist die Frucht der Lippen, die Christi Namen bekennen und preisen!“ (Lies Ps. 119,108.) - Doch auch im besten Fall haben unsere geistlichen Opfer und Dienste noch viel Unvollkommenheit an sich; ja, es unterlaufen leider wirkliche Sünden und Befleckungen! - Je näher wir Gott stehen, desto tiefer werden wir es beklagen, daß es in unserem Gebetsleben noch tote Stellen geben kann - daß es möglich ist, zerstreut zu sein, während man dem Throne Gottes naht - daß lieblose, hochmütige, neidische oder eitle Gedanken aufsteigen können, während wir in unserem Kämmerlein vor Gott knien! - O sie sind wie jene unreinen Raubvögel, die sich auf Abrahams Opfer stürzen wollten, das er dem Herrn darbrachte - die er aber mit Aufbietung aller Kraft verscheuchte! [1. Mos. 15,8-21.] Ja, das sind jene „Ungerechtigkeiten in unseren heiligen Dingen“, die unser großer Hoherpriester jetzt in der Herrlichkeit des Himmels tragen und bei Gott gutmachen muß für uns - jene „Befleckungen des Geistes“, von denen wir uns unbedingt tief und gründlich reinigen müssen, wenn unser Dienst und Gebetsleben Gott verherrlichen soll. (Lies 2. Kor. 7,1; vgl. Spr. 20,9; 1.Petr. 1,22; 1. Joh. 3,3.) - Unser Herr Jesus sagt: „Ich heilige Mich für euch, damit auch ihr in Wahrheit Geheiligte seiet!

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