BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 2. Mose -- 301 (Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne)
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DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus)
E. GESETZ 2: Der Plan des Heiligtums (2. Mose 25-31)

11. Angaben zur priesterlichen Bekleidung Aarons und seiner Söhne (2. Mose 28,1-43)

f) Das goldene Stirnband des Priesters mit der Aufschrift: "Heilig dem HERRN" (2. Mose 28,36-38)


2. Mose 28,36-38

36 Du sollst auch ein Stirnblatt machen von feinem Golde und darauf ausgraben, wie man die Siegel ausgräbt: Heilig dem HERRN. 37 Und sollst's heften an eine blaue Schnur vorn an den Hut, 38 auf der Stirn Aarons, daß also Aaron trage die Missetat des Heiligen, das die Kinder Israel heiligen in allen Gaben ihrer Heiligung; und es soll allewege an seiner Stirn sein, daß er sie versöhne vor dem HERRN

Jesaja 6,1-7

1 Des Jahres, da der König Usia starb, sah ich den HERRN sitzen auf einem hohen und erhabenen Stuhl, und sein Saum füllte den Tempel. 2 Seraphim standen über ihm; ein jeglicher hatte sechs Flügel: mit zweien deckten sie ihr Antlitz, mit zweien deckten sie ihre Füße, und mit zweien flogen sie. 3 Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der HERR Zebaoth; alle Lande sind seiner Ehre voll! 4 daß die Überschwellen bebten von der Stimme ihres Rufens, und das Haus ward voll Rauch. 5 Da sprach ich: Weh mir, ich vergehe! denn ich bin unreiner Lippen und wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den König, den HERRN Zebaoth, gesehen mit meinen Augen. 6 Da flog der Seraphim einer zu mir und hatte eine glühende Kohle in der Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm, 7 und rührte meinen Mund an und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen gerührt, daß deine Missetat von dir genommen werde und deine Sünde versöhnt sei.

Ein wichtiges Stück der hohepriesterlichen Kleidung was das goldene Stirnblatt, auch das heilige Diadem genannt. Dasselbe war mit einer blauen Schnur an dem weißleinenen Kopfbund des Hohenpriesters befestigt und trug die Inschrift: „Heilig dem Herrn!“ - Es sollte die Stirn Aarons zieren und dazu dienen, das Wohlgefallen des Herrn auf das ganze Volk Israel zu übertragen, trotz der Mängel und Fehler, die bei dem Gottesdienst des Volkes mit unterlaufen mochten. „Der Herr hat Wohlgefallen an Seinem Volke!“ [Ps. 149,4.] - „Und Aaron soll die Ungerechtigkeit der heiligen Dinge tragen, welche die Israeliten Gott weihen bei der Darbringung ihrer heiligen Gaben!“ - Dieses goldene Stirnblatt mit seiner Aufschrift ist eine Darstellung der göttlichen Heiligkeit unseres großen Hohenpriesters, der uns beständig in der Gegenwart Gottes vertritt und uns Gott angenehm und wohlgefällig macht: „Es soll beständig an seiner Stirn sein zum Wohlgefallen für die Kinder Israel vor dem Herrn!“ - Allen lauteren Kindern Gottes ruft der Heilige Geist zu: „Bringt Danksagung mit Freuden dar dem Vater, der uns befähigt und passend gemacht hat, am Erbe der Heiligen im Lichte Anteil zu haben! - Er hat uns gerettet aus der Gewalt der Finsternis und uns versetzt in das Königreich Seines Sohnes, den Er so sehr liebt! - Ja, in Jesus haben wir die Erlösung, die Vergebung unserer Sünden!“ - Welch wunderbare Ruhe und Sicherheit gibt es dem Herzen lauterer und demütiger Kinder Gottes inmitten all der Unbeständigkeit des irdischen Lebens mit all seinen Erlebnissen und Erfahrungen, zu wissen: Unser großer Hoherpriester ist beständig in der Gegenwart Gottes für uns, und Seine Heiligkeit überträgt sich auf unsere Stellung vor Gott! -Niemals könnte ja unser Dienst und unsere Anbetung vor Gott wohlgefällig sein, wenn sie nicht geheiligt und angenehm gemacht würde vor Gott durch den Herrn Jesus. Seine Person, Seine Herrlichkeit und Vollkommenheit erst verleiht unseren Darbringungen den Wert und die Annehmlichkeit, die sie in der Tat haben: „Ihr seid ja ein geistliches Haus, ein heiliges Priestertum, und bringt geistliche Opfer dar, die Gott wohlgefällig und angenehm sind durch unseren Herrn Jesus Christus! - Deshalb wollen wir nun durch Ihn Gott fort und fort die Opfer des Lobes darbringen - das ist die Frucht der Lippen, die Christi Namen bekennen und preisen!“ (Lies Ps. 119,108.)

Psalm 119,108 -- Laß dir gefallen, HERR das willige Opfer meines Mundes und lehre mich deine Rechte.

Doch auch im besten Fall haben unsere geistlichen Opfer und Dienste noch viel Unvollkommenheit an sich; ja, es unterlaufen leider wirkliche Sünden und Befleckungen! - Je näher wir Gott stehen, desto tiefer werden wir es beklagen, daß es in unserem Gebetsleben noch tote Stellen geben kann - daß es möglich ist, zerstreut zu sein, während man dem Throne Gottes naht - daß lieblose, hochmütige, neidische oder eitle Gedanken aufsteigen können, während wir in unserem Kämmerlein vor Gott knien! - O sie sind wie jene unreinen Raubvögel, die sich auf Abrahams Opfer stürzen wollten, das er dem Herrn darbrachte - die er aber mit Aufbietung aller Kraft verscheuchte! [1. Mos. 15,8-21.]

1. Mose 15,8-21 -- 8 Abram aber sprach: Herr, HERR, woran soll ich merken, daß ich's besitzen werde? 9 Und er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijährige Kuh und eine dreijährige Ziege und einen dreijährigen Widder und eine Turteltaube und eine junge Taube. 10 Und er brachte ihm solches alles und zerteilte es mitten voneinander und legte einen Teil dem andern gegenüber; aber die Vögel zerteilte er nicht. 11 Und die Raubvögel fielen auf die Aase; aber Abram scheuchte sie davon. 12 Da nun die Sonne am Untergehen war, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; und siehe, Schrecken und große Finsternis überfiel ihn. 13 Da sprach er zu Abram: Das sollst du wissen, daß dein Same wird fremd sein in einem Lande, das nicht sein ist; und da wird man sie zu dienen zwingen und plagen vierhundert Jahre. 14 Aber ich will richten das Volk, dem sie dienen müssen. Darnach sollen sie ausziehen mit großem Gut. 15 Und du sollst fahren zu deinen Vätern mit Frieden und in gutem Alter begraben werden. 16 Sie aber sollen nach vier Mannesaltern wieder hierher kommen; denn die Missetat der Amoriter ist noch nicht voll. 17 Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, siehe, da rauchte ein Ofen, und ein Feuerflamme fuhr zwischen den Stücken hin. 18 An dem Tage machte der HERR einen Bund mit Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land geben, von dem Wasser Ägyptens an bis an das große Wasser Euphrat: 19 die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter, 20 die Hethiter, die Pheresiter, die Riesen, 21 die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter, die Jebusiter.

Ja, das sind jene „Ungerechtigkeiten in unseren heiligen Dingen“, die unser großer Hoherpriester jetzt in der Herrlichkeit des Himmels tragen und bei Gott gutmachen muß für uns - jene „Befleckungen des Geistes“, von denen wir uns unbedingt tief und gründlich reinigen müssen, wenn unser Dienst und Gebetsleben Gott verherrlichen soll. (Lies 2. Kor. 7,1; vgl. Spr. 20,9; 1.Petr. 1,22; 1. Joh. 3,3.)

2. Korinther 7,1 -- Dieweil wir nun solche Verheißungen haben, meine Liebsten, so lasset uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und fortfahren mit der Heiligung in der Furcht Gottes. / Sprüche 20,9 -- Wer kann sagen: Ich bin rein in meinem Herzen und lauter von meiner Sünde? / 1. Petrus 1,22 -- Und machet keusch eure Seelen im Gehorsam der Wahrheit durch den Geist zu ungefärbter Bruderliebe und habt euch untereinander inbrünstig lieb aus reinem Herzen / 1. Johannes 3,3 -- Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reinigt sich, gleichwie er auch rein ist.

Unser Herr Jesus sagt: „Ich heilige Mich für euch, damit auch ihr in Wahrheit Geheiligte seiet!

(Dienstag, 8. Januar 1934)

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