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JAHRGANG 1934
Dezember 1934

Sonntag, den 30. Dezember 1934


2. Mose 28,15-21; Hesekiel 28,13; Offenbarung 21,18-20

Es scheint, daß die Namen der wunderbaren Edelsteine hier in der Reihenfolge genannt sind, wie die Stämme Israels nach ihrer Geburtsfolge darauf eingegraben wurden. Der Name des Stammes Ruben war eingeschnitten in einen Sardis, einen blaß- oder dunkelrötlichen Edelstein, von braunen Streifen durchzogen, den man heute Karneol nennt, und den man am schönsten in Arabien findet, wo er von jeher beliebt und geschätzt war. - Mit Simeons Namen war der Topas bezeichnet, ein durchsichtiger, goldfarbig leuchtender Stein aus Äthiopien, der für außerordentlich wertvoll galt [vgl. Hiob 28,18.19], wo gewiß das Kostbarste auf Erden zum Vergleich mit der göttlichen Weisheit gewählt ist. - Levis Name war in den blattgrünen Smaragd, einen außerordentlich seltenen und kostbaren Edelstein von doppelter Strahlenbrechung eingegraben. Derselbe wurde früher nur in Oberägypten gefunden, jetzt auch in Südamerika. In Offenb. 4 sehen wir den Thron Gottes und einen Regenbogen über ihm, von Ansehen gleich einem Smaragd - ein liebliches Sinnbild der göttlichen Gnade und Milde. - Der Karfunkel (Carbunkulus) mit dem Namen Judas, der Chalcedon der Alten [Offenb. 21,19] ist nach dem Diamant der ausgezeichnetste und wertvollste Edelstein von dem Glanz einer rotglühenden Kohle. Ein solcher von 225 Gramm Gewicht kostet 3000 Mark. - Dans Name ist in den Saphir eingezeichnet, den wir schon kennen - ein durchsichtiger Edelstein von schöner, himmelblauer Farbe - sehr glänzend, und an Härte beinahe dem Diamant gleich! - In Jes. 54,11 nennt der Herr Jerusalem eine bisher Elende, Sturmbewegte und bisher Ungetröstete; nun aber soll sie gegründet werden mit Saphirsteinen! Israel soll also im Tausendjährigen Reiche himmlische Grundlagen bekommen, weshalb seine Segnungen im Tausendjährigen Reiche von Dauer sein werden. - Als dritter Stein in der zweiten Reihe, mit Naphtalis Namen, wird der Diamant genannt - dieser blitzende, wasserfarbige Edelstein von höchstem Wert, der wegen seiner Härte berühmt ist. Mit einem Diamantstift kann man in Stein hineinschreiben [lies auch Jer. 17,1]. Als der Prophet Hesekiel dem so tief gesunkenen und widerspenstigen Israel dienen sollte, sprach der Herr zu ihm: „Siehe, Ich habe dein Angesicht hart gemacht gegenüber ihrem Angesicht und deine Stirn hart gegenüber ihrer Stirn. Wie einen Diamant, der härter ist als ein Fels, so habe Ich deine Stirn gemacht. Deshalb fürchte sie (die Israeliten) nicht und erschrick nicht vor ihrem Angesicht!“ [Lies Hes. 3,5-9; vgl. Sach. 7,12.] - Die dritte Reihe beginnt mit dem Opal und trägt Gads Namen - ein nicht sehr harter, milchweißer, aber in rot, grün und gelb schillernder Stein, von den Alten sehr geschätzt und auch heute teuer bezahlt. - Der Achat mit dem Namen des Stammes Asser ist eine gemischte Steingattung, in den schönsten und mannigfaltigsten Farben schimmernd und von jeher hoch geschätzt. - Der Amethyst mit Issaschars Namen ist ein durchsichtiger lila Halbedelstein, den die Alten gut kannten, und der auch heute gerne zu Schmuckstücken verwendet wird. - Die vierte Reihe der Edelsteine beginnt mit dem Chrysolith, einem goldglänzenden Stein mit doppelter Strahlenbrechung, welcher Sebulons Namen trägt. - Der Onyxstein trägt den Namen des Stammes Joseph, ein undurchsichtiger Stein, bräunlich, gelblich oder rötlich, mit flammenartigen Linien. Wir sahen schon, daß auf den Schulterstücken des hohepriesterlichen Ephods die beiden großen, länglichen Steine auch Onyxsteine waren - nach 1. Mos. 2,12 zu finden im Lande Hawila. - Zuletzt kommt mit Benjamins Namen der Jaspis, nach Offenb. 21,11 - vgl. Offenb. 4,3a -, ein Stein von reinster Durchsichtigkeit und herrlichstem Glanz, so daß Johannes mit ihm den Glanz der Majestät Gottes vergleicht. Was Israel einst gesagt wurde, das gilt in weit höherem Maße von den Gläubigen der Jetztzeit. Der Herr spricht: „Du wirst eine prachtvolle Krone sein in der Hand des Herrn und ein königliches Diadem in der Hand Deines Gottes!“ „Ich will dich zum Ruhm und zum Namen und zum Schmuck machen, damit du dem Herrn, deinem Gott, ein heiliges Volk sein sollst!“ (Lies [5. Mos. 26,19]; vgl. Jer. 33,9.)

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