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JAHRGANG 1934
April 1934

Sonnabend, den 21. April 1934


2. Mose 16,4.5

Das Manna ist uns nicht nur ein Bild von dem Worte Gottes, wie es uns täglich für unser Herz dargereicht und lebendig gemacht wird durch den Heiligen Geist - wie wir es aufnehmen und bewegen sollen in einem feinen und guten Herzen, um dementsprechend Frucht zu bringen für Gott! (Mark. 4,20; Luk. 2,19; 8,15.) - Das Manna ist uns auch ein Bild von dem großen Heiland, welchen Gott aus dem Himmel zu uns gesandt hat als Retter und Erlöser. Es ist für die Kinder Gottes von größter Wichtigkeit, auch diese Bedeutung des Manna zu fassen! - Unser Herr Jesus sagt in Joh. 6 zu den Juden: „Eure Väter haben das Manna in der Wüste gegessen und sind gestorben. Dies ist das Brot, das aus dem Himmel herniederkommt, auf daß man davon esse und nicht sterbe. Ich bin das lebendige Brot, das aus dem Himmel herniedergekommen ist. Wenn jemand von diesem Brote ißt, so wird er leben in Ewigkeit. Ich bin vom Himmel herniedergekommen, nicht auf daß Ich Meinen Willen tue, sondern den Willen Dessen, der Mich gesandt hat. Denn dies ist der Wille Meines Vaters, daß jeder, der den Sohn siehet und sich Ihm anvertraut, ewiges Leben habe, und Ich werde ihn auferwecken am letzten Tage!“ (Vgl. Neh. 8,10b.) - Unter den Opfern des Alten Bundes nimmt eines einen ganz besonderen Platz ein: das Speisopfer. [Lies 3. Mos. 2,1-3.] Es bestand nicht, wie die anderen Opfer, aus einem Schlachttier, sondern aus feinem Weizenmehl, gemengt mit Öl und begossen mit Öl; Weihrauch lag darauf. Das Speisopfer stellt das gleiche dar wie das Manna: Jesus, den Sohn Gottes, den Herrn der Herrlichkeit, wie Er Mensch geworden ist uns zu gut, und wie Er den Vater verherrlicht hat hier auf Erden in einem göttlich reinen Leben der Liebe und des Lichts unter den Menschen. (Lies Joh. 8,21-30.) - Für wen war nun dieses Speisopfer bestimmt? Wurde ein solches dargebracht, so bekam Gott in erster Linie seinen Anteil daran. Der Priester, der es in Empfang nahm, tat eine Handvoll von dem Feinmehl und dem daraufgegossenen Öl, samt all dem dargebrachten Weihrauch auf den Altar und brachte dies als Gedächtnisteil für Gott dar. Das Speisopfer stellt uns also den Herrn Jesus als den wahren Menschensohn vor Augen. Als Kindlein im Mutterschoß der Maria war Er „das Heilige“ - vom Heiligen Geist gezeugt! [Matth. 1,18-20; Luk. 1,35.] Hernach wurde Er mit dem Heiligen Geist bei seiner Taufe gesalbt. (Matth. 3,16.) Der Himmel tat sich über Ihm auf, und die Stimme des Vaters ertönte: „Dieser ist Mein geliebter Sohn; an Ihm habe Ich Wohlgefallen gefunden!“ - Wie beim Speisopfer aller Weihrauch Gott dargebracht wurde mit dem Gedächtnisteil vom Feinmehl und Öl, so stieg all der duftende Weihrauch von dem Leben Christi zu Gott empor. Das Feinmehl ist ja ein Bild von dem reinen, gottgeweihten Leben unseres Heilandes. [Lies Joh. 12,23-26.] - Er war ja durchdrungen vom göttlichen Geiste; und alles, was unser Heiland hier auf Erden tat und war - mochte es auch für Menschen geschehen - diente zur Verherrlichung Gottes und war Gott geweiht! All sein Denken, Reden, Handeln geschah im Blick auf Gott und für Gott. In den äußersten Proben und Leiden offenbarte sich bei Ihm nichts als Reinheit und Gnade des Geistes, Liebe und Hingabe für Gott und die Menschen! Ein „duftender Wohlgeruch“ stieg von dem Leben Jesu allezeit zu Gott empor! - Doch auch der darbringende Priester hatte teil an dem Speisopfer. Dasselbe war hochheilig und nur für Aaron und seine Söhne bestimmt. So ist es heute das Vorrecht der Kinder Gottes als der wahren Priester Gottes, unseren hochgelobten Herrn Jesus als den vollkommenen Menschen vor Augen zu haben, sich an Ihm zu erfreuen und so erquickt und gestärkt zu werden im geistlichen Leben, im Kampf! [Lies Hebr. 3,1-6; 12,1-3.]

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