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JAHRGANG 1934
Februar 1934

Dienstag, den 6. Februar 1934


2. Mose 8,20-24 [Luth. 16-20]

Bei den ersten drei Plagen gebot Gott dem Mose, den Stab zu gebrauchen. Bei den folgenden sollte er nur sprechen: „So Spricht der Herr!“ – Hatte Mose vielleicht begonnen, sich auf den Stab zu verlassen? – Gott will nicht, daß wir uns auf irgend etwas verlassen, das Er uns gegeben hat, sondern nur auf Ihn Selbst. Es bedarf ständiger Wachsamkeit für Gottes Diener, daß wir uns nicht an etwas klammern oder auf etwas vertrauen, außer auf Ihn Selbst und Sein Wort! – Darum muß Er oft merkwürdig mit Seinen Knechten und Mägden handeln. Was Er uns gibt, wird uns oft auch wieder genommen – dann vielleicht wieder von neuem gegeben! – Wir sollen eben gefügig und geschmeidig werden in Seiner Hand, damit Er jederzeit mit uns tun kann, was Er will, und uns gebrauchen kann, wie Er will! Kinder Gottes haben vielfach noch vorgefaßte Meinungen – enge Begriffe; sie kennen noch nicht die Höhe und Tiefe der göttlichen Wege: „Denn so hoch der Himmel ist über der Erde, so sind Meine Wege höher als eure Wege und Meine Gedanken höher als eure Gedanken! spricht der Herr.“ (Vgl. Ps. 25,9-15; 57,10.11 [Luth. 11.12]; Spr. 10,29.) - Kinder Gottes müssen auch lernen, sich schnell umzustellen! Nachdem Mose die ersten Wunder mittels des Stabes vollbracht hat, zeigt ihm der Herr, daß Er auch ohne den Stab wirken kann und an nichts gebunden ist! Er kann Krankheit heilen durch den Arzt und durch Arzenei; Er kann auch heilen ohne Arzt und ohne Arzenei. Er kann Geldmittel schenken durch Menschen; Er kann auch Geldmittel schenken ohne die Vermittelung von Menschen. „Gepriesen sei der Herr – Gott, der Gott Israels, der Wunder tut – Er allein!“ – Von starren Anschauungen und vorgefaßten Meinungen müssen wir unbedingt frei werden, wenn wir für Gott gebräuchlich werden wollen. Es gilt, hineinzutreten in die Weite der göttlichen Anschauungswelt: „Wer in das vollkommene Gesetz, das der Freiheit, nahe hineingeschaut hat und darin bleibt, indem er nicht ein vergeßlicher Hörer, sondern ein Täter des Werkes ist, der wird glückselig sein in seinem Tun!“ [Lies Ps. 119,32.45.97.105.] - Zu dieser Glückseligkeit reifte Mose immer mehr heran. Er war ein treuer und seinem Herrn ganz ergebener und gehorsamer Diener. Er hielt sich haarscharf an das, was sein Gott ihm befahl; nicht um ein Jota wich wer davon ab! Pharao wollte markten und Zugeständnisse erlangen von Mose; aber er konnte und durfte in keiner Weise darauf eingehen. Hätte er auch nur in einem Punkt nachgegeben, so hätte er des Herrn Absichten betreffs der Rettung Israels vereitelt! Doch seine tiefe Ehrfurcht vor Gott ließ nicht zu, daß er in dem ihm von Gott verliehenen Amt und Dienst auch nur einen Augenblick in verkehrter Selbstständigkeit handelte! [Lies Ps. 16,1; 86,11; 97,10.] – Niemals wirst du zu der nahen persönlichen Freundesstellung dem Herrn gegenüber gelangen – niemals wird es dazu kommen, daß Er „von Angesicht zu Angesicht“ mit dir umgeht, wenn du Ihm, deinem herrlichen Gebieter, in deinem Herzen und Tun - in deinem Empfinden, Denken und Reden nicht unbedingt treu und unbedingt gehorsam bist. Ja, es bedeutet etwas Großes, Gottes Freund zu heißen! – Für Mose war es nicht leicht, Angesichts des Leidens seiner Brüder fest zubleiben in seinen Forderungen an Pharao. Aber Mose kannte seinen Gott und rechnete mit Seiner Macht und Treue; deshalb zweifelte er keinen Augenblick an dem herrlichen Ausgang seines Kampfes mit dem Gewaltigen dieser Welt! Gott übernahm ja die Verantwortung dafür; er hatte nur zu gehorchen und die Befehle Gottes auszuführen! So vertraute Mose sich völlig seinem herrlichen Gott an und machte dann auch die herrlichsten Erfahrungen. [Lies Ps. 84,5-7 (Luth. 6-8); Hos. 14,9.10.]

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