BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
November 1926

Freitag, den 19. November 1926


4. Mose 24,10.11; 5. Mose 13,3.4 (Luther 13,4.5)

Als Bileam so zum dritten Male Israel statt zu verwünschen, segnet und immer herrlichere Weissagungen über dasselbe ausspricht, schlägt Balak die Hände über dem Kopf zusammen vor Entsetzen und Entrüstung und jagt den Seher weg. Nur das Grauen vor dem Gott, unter dessen Macht Bileam steht, hält ihn zurück, seinen Grimm ganz an ihm auszulassen! - Noch einmal auf die Ehren und Schätze hindeutend, die er sich durch die Verwünschung Israels hätte erwerben können, sagt Balak ihm: „Jehova hat dir diese Ehre verwehrt!“ d. h. wenn du dich von Jehova losgesagt hättest, hättest du dieses alles haben können! Sieh, wie schlecht du gefahren bist, indem du Ihm gehorsam warst! (Vgl. Hiob 2,9.) Ach, wenn Bileams Herz nur wirklich Jehova so ergeben gewesen wäre - wenn er nur wirklich so los von dem Bann der Habgier gewesen wäre. - Bei einem Abraham war es wirklich der Fall. Er war so reich und glückselig in den Segnungen seines Gottes, daß er der Welt nicht bedurfte und begehrte. Als der gottlose König von Sodom ihm die Kriegsbeute anbot, da antwortete der Geliebte Gottes mit feierlichem Schwur: „Ich hebe meine Hand auf zu Jehova-Gott, dem Höchsten, der Himmel und Erde besitzt: Weder Faden noch Schuhriemen (d. h. nicht das Kleinste noch das Größte) noch irgend etwas nehme ich von dir an!“ Mein Gott ist so herrlich und so reich und ich bin so vollbefriedigt in dem, was Er mir ist und gibt, daß es eine Schmach wäre, wenn ich von dir auch nur das Geringste annähme! (Lies 1. Mos. 14,17-24; 2. Kön. 5,15.16.) - Von diesem Standpunkt war Bileam ach! nur zu weit entfernt, wie uns der Fortgang der Geschichte lehren wird. (2. Petr. 2,15; Offenb. 2,14.) - Wie hat doch Jesus gesprochen, als der Teufel Ihn auf einen sehr hohen Berg führte und Ihm zeigte alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit und sprach: „Alles dieses will ich Dir geben, so Du niederfällst und mich anbetest!“? - Kind Gottes, wenn der Teufel dir ein irdisch Gut so lockend anbietet um seinen Preis - wenn er dich zu einer Sünde verleiten will - sprichst du auch wie dein Herr: „Hebe dich weg von mir, Satan! denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und Ihm allein dienen!“?

Oder ist dein Herz noch gebunden in versteckte Habsucht und zugänglich für die Anerbietungen des Feindes? Gedenke, wie es mit Bileam endete, der es so lange versuchte, ob er nicht zwei Herren dienen könnte - um welchen so lange zwei Mächte kämpften und der doch schließlich der Macht der Habsucht und der Finsternis in furchtbarster Weise zum Opfer fiel - der den Preis seiner Seele und seiner Ewigkeit zahlte für einen Sack voll Gold und Silber! „So sind die Pfade aller derer, welche der Habsucht frönen: die Habsucht nimmt ihrem eigenen Herrn das Leben!“ Unser Herr Jesus spricht: „Kein Hausknecht kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen hassen und den anderen lieben, oder er wird dem einen anhangen und den anderen verachten! Ihr könnt nicht Gott dienen und dem Mammon!“

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