BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
November 1926

Dienstag, den 9. November 1926


4. Mose 23,7-10; 5. Mose 4,1-9

Wenn Bileam von hoher Warte aus die erhabene Bestimmung und Segnung des Volkes Israel schauen durfte - ist uns das nicht ein kostbarer Hinweis auf die erhabene Segnung, zu welcher die göttliche Liebe heute alle wahren Kinder Gottes berufen hat? Um diese zu verstehen, muß der Heilige Geist auch uns auf „einen hohen und erhabenen Berg“ führen, d. h. uns innerlich lösen vom Sichtbaren und Zeitlichen und unsere Seele emporheben zu den wunderbaren Höhen und Herrlichkeiten Gottes! „Sehet, welch eine Liebe uns der Vater erzeiget hat, daß wir Gottes Kinder heißen sollen!“ „Gott hat uns errettet und berufen mit heiligem Ruf - nicht nach unseren Werken, sondern nach Seinem eigenen Vorsatz und der Gnade, die uns in Christo Jesu vor den Zeiten der Zeitalter gegeben worden ist!“ [Lies Röm. 5,1.2.11; 1. Kor. 1,4-9; Kol. 1,12-14.] - Das erste, was hier kennzeichnend für die Stellung des Volkes Gottes hervorgehoben wird, ist die heilige Geschiedenheit des Volkes Gottes von der Welt, das Herausgehobensein aus der übrigen Menschheit, um für Gott da zu sein! Das begann schon mit Abrahams, des Stammvaters, Herausrufung aus Heimat, Verwandtschaft und Vaterhaus in ein ganz anderes Land! (Lies 1. Mos. 12,1-3; Apg. 7,2.3.) Das wurde von neuem dargestellt, als Abrahams Nachkommen, die Kinder Israel, herausgeführt wurden aus der Sklaverei Ägyptens, erlöst durch das Blut des Lammes, um fortan das Gott geweihte Eigentumsvolk zu sein! (Lies 5. Mos. 7,6-8; Neh. 1,10.) - So wird auch uns zugerufen: „Gnade euch und Friede von Gott, dem Vater und unserem Herrn Jesus Christus, der Sich Selbst für unsere Sünden hingegeben hat, damit Er uns herausnehme aus der gegenwärtigen bösen Welt nach dem Willen unseres Gottes und Vaters, welchem die Herrlichkeit sei in die Zeitalter der Zeitalter! Amen.“ [Lies Joh. 15,19; 17,14-16.]

Wer sich nicht herausrufen und mit dem Herzen auswurzeln läßt aus der Welt und dem alten Leben und Wesen, der kann nicht eingepflanzt werden in Christum und in die Gemeinschaft Gottes. Die Welt ist so böse, das Menschenleben so verdorben durch die Sünde und den Teufel, daß nur ein gänzliches Verpflanzt- und Erneuertwerden uns retten kann! (Lies Matth. 7,13.14; Apg. 2,40-47.) Und den durch Christum Erlösten wird zugerufen: „Danksaget dem Vater, der uns fähig gemacht hat zum Anteil am Erbe der Heiligen im Lichte - der uns errettet hat ans der Gewalt der Finsternis und versetzt in das Reich des Sohnes Seiner Liebe!“ [Lies Röm. 12,1.2; 1. Petr. 1,13-21.]

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