BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
Juli 1926

Mittwoch, den 28. Juli 1926


4. Mose 21,4-10; 2. Könige 18,4-6

750 Jahre blieb die eherne Schlange aufbewahrt. Und mit der Zeit hatte das Volk sie angebetet und ihr den Namen „Nehustan“ (das heißt Ehernes) beigelegt. Als aber der fromme König Hiskia aufstand, da zertrümmerte er die eherne Schlange, damit sie nicht länger den Kindern Israel ein Götze sei! (Vgl. 5. Mos. 7,5.6; 12,2-4.) - Ähnlich wie mit der ehernen Schlange ist es in der Christenheit mit dem Kreuze Christi. Das Kreuz, an dem Jesus starb, ist die Stätte der Rettung für verlorene Sünder. Und im Glauben werden wir uns ewiglich „des Kreuzes unseres Herrn Jesu Christi rühmen“, weil es uns ewiges Heil brachte und uns trennt von Welt und Sünde. (Lies 1. Kor. 1,18; Gal. 6,14.) - Aber im Laufe der Jahrhunderte hat man das Kreuz zu einem äußeren Zeichen und Bilde herabgewürdigt. Und es gibt viele, die vor dem äußeren Kreuz niederknien, statt im Geiste Den anzubeten, der einst am Kreuze für uns war, der aber jetzt im Himmel thront! - Wer wirklich im Geiste zu Jesus betet, wird es nicht vor einem äußerlichen Kreuze tun! (Jud. 20.21.) Ja, man möchte, wie Hiskia die eherne Schlange, diese Kreuze hinwegtun, damit keine Seele sich an diesen aufhalte, sondern die verlangenden Menschen wirklich lernen, im Geiste dem großen Heiland zu nahen, welcher jetzt zur Rechten Gottes thront!*)

Mochte Mose, der Mann Gottes, einst auf Gottes Befehl die Schlange gemacht haben und mochte sie damals das Rettungsmittel für Tausende gewesen sein - König Hiskia wußte sich in völliger Übereinstimmung mit Gott und mit Mose, wenn er jetzt diese Schlange zertrümmerte. Hatte nicht Mose selbst mit dem goldenen Kalbe ebenso gehandelt? [Lies 2. Mos. 32,15-35.] - Und stand nicht im Gesetz: „Ich bin der Herr, dein Gott! ... Du sollst keine anderen Götter haben neben Mir!“ und: „Ihr sollt euch keine Götzen machen und sollt euch kein geschnitztes Bild und keine Bildsäule aufrichten ..., um euch davor niederzubeugen; denn Ich bin der Herr, euer Gott!“ - Es kann auch ein Buch, eine Schrift ein Götze werden - etwas, das vor Jahrzehnten oder Jahrhunderten von einem treuen Mann Gottes geschrieben wurde, den Bedürfnissen des Volkes Gottes damaliger Zeit angepaßt. Wenn man aber heute sich an diese Schriften hängt und nicht über das Licht hinauskommt, was Gott jener Zeit gab - wenn man nicht dankbar wahrnimmt, was Gott heute durch Seinen Geist und Sein Wort Seinem Volke offenbart und hinzufügt an neuem Licht, der bleibt rückständig im Reiche Gottes; es mangelt ihm das volle Maß von Gemeinschaft mit Gott; er hält nicht Schritt mit Gott!

  • ) Gerade im Blick auf veraltete Religionsformen sagt Jesus Selbst: „Ihr betet an und wisset nicht, was! ... Gott ist ein Geist, und die Ihn anbeten, müssen im Geist und in Wahrheit anbeten!“ - Und Paulus, der selbst der eifrigste Israelit gewesen, spricht: „Was irgend mir Gewinn war (auf religiösem Gebiet, vgl. Phil. 3,2-9!), das habe ich um Christi willen für Verlust zu achten gelernt. Ja, wahrlich! ich achte auch alles für Verlust gegenüber der unendlich wertvolleren Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn!“''' (Lies auch Phil. 3,3!)

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