BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
Juli 1926

Mittwoch, den 7. Juli 1926


4. Mose 19,13; 2. Mose 29,45.46

Gott Selbst wohnte in der Mitte Israels. Seine heilige Wohnstätte war dort. Daher bedeutete jede Versündigung eines Israeliten eine Mißachtung Seiner Gegenwart - eine Befleckung der Wohnung Jehovas! - Heute wohnt Gott auch unter Seinem erlösten Volke; die Gemeinde der wahren Gläubigen auf Erden ist Gottes Tempel. Jede Sünde eines Kindes Gottes ist daher eine Mißachtung Seiner heiligen Gegenwart! (Lies 2. Kor. 6,16 - 7,1; Ps. 26,3-8.) Dies wird von den allerwenigsten Kindern Gottes verstanden und bedacht! Sie würden sonst vorsichtiger und heiliger wandeln. Verstehst und bedenkst du es, lieber Bruder, liebe Schwester? - Vieler Kinder Gottes Gewissen tut seinen Dienst überhaupt kaum; sie sündigen und fehlen und versäumen jede Reinigung. Und das hat immer weitere Abstumpfung und Verhärtung des Gewissens zur Folge. Satan spiegelt ihnen vor, ihre Verfehlungen seien nicht so schlimm, oder: sie hätten nun einmal diese Art, diese Veranlagung, daher seien ihre Verfehlungen zu entschuldigen! - Das oberflächliche, irregeleitete Herz läßt sich vom Feind auf solche Weise überreden und ist schließlich ganz abgestumpft dem furchtbaren Ernst der Sünde gegenüber. Ja, der Teufel zieht den Menschen immer tiefer hinab; es geht von Schlimmem zu Schlimmerem, bis ein Gläubiger überhaupt gar nicht mehr als solcher zu erkennen ist - bis Gottes Gericht in furchtbarer Weise über ihn hereinbrechen muß! - Und doch ist das Wasser der Reinigung für uns da: Gottes heiliges Wort, lebendig gemacht durch Seinen Heiligen Geist. - Täglich sollen wir es lesen mit Gebet und ins Herz aufnehmen mit Gehorsam und Glauben - eine kostbare Reinigungsflut für unsere Seele! (Lies 1. Petr. 1,22-25.)

Wir wollen uns das ernste Wort zu Herzen nehmen: „Sehet zu, Brüder (und Schwestern), daß nicht etwa in einem von euch ein böses Herz des Unglaubens sei in dem Abfallen vom lebendigen Gott; sondern ermuntert euch selbst (oder ermahnet einander) jeden Tag, solange es ‚heute‘ heißt, auf daß niemand von euch verhärtet werde durch Betrug der Sünde! Denn wir sind Genossen Christi geworden, wenn wir anders den Anfang der Zuversicht bis zum Ende standhaft festhalten, indem gesagt wird: ‚Heute, wenn ihr Seine Stimme höret, so verhärtet eure Herzen nicht!‘ Denn auch uns ist eine gute Botschaft verkündigt worden, gleichwie jenen Israeliten. Aber das Wort der Verkündigung nützte jenen nicht, weil es bei denen, die es hörten, nicht mit Glauben vermischt wurde!“ [Lies Hebr. 3,12 - 4,2; vgl. Luk. 8,4-18!] - Möge es doch von dir und mir heute nicht gelten: „Weil das Wasser der Reinigung nicht auf ihn gesprengt wurde, ist er unrein; seine Unreinigkeit ist noch an ihm!“

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