BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
Juli 1926

Donnerstag, den 1. Juli 1926


Man lese heute überblicksweise 4. Mose 19,1-22

Unser Kapitel handelt von der Herstellung des Reinigungswassers für die Israeliten; dasselbe wurde zubereitet mit der Asche einer jungen Kuh. Es ist auffallend, daß diese Verordnung sich nicht im dritten Buche Mose findet bei den übrigen Opfern, sondern ganz für sich stehend hier im vierten Buche Mose! Dasselbe berichtet uns ja die Reise der Kinder Israel durch die Wüste mit all ihren Versuchungen und Gefahren, ihren befleckenden und verunreinigenden Einflüssen für das pilgernde Volk Gottes. Diese Reise ist ein Bild von unserer Reise durch die Welt. Da begegnen uns Kindern Gottes viele Dinge, die uns zur Versuchung werden und in Sünde und Unreinheit verstricken können. Wie leicht wird unsere heilige Gemeinschaft mit dem Herrn gestört durch Sünde! Schon ein liebloser Gedanke, ein unvorsichtiges Wort, ein unreiner Blick unterbricht die Verbindung mit Gott und raubt uns Frieden und Freude. Da bedürfen wir unbedingt der Reinigung - der Wiederherstellung unseres Friedens und unserer Freude. Wie wir diese Wiederherstellung erlangen können, wird uns hier im Bilde gezeigt. Gott sei Anbetung dafür, daß Er uns durch unseren Herrn Jesus nicht nur Erlösung von der Sünde geschenkt hat, sondern daß auch Wiederherstellung unserer Reinheit und unserer inneren Verbindung mit Ihm Selbst bereit ist, wenn wir uns bekennend und bereuend mit unserem Fehltritt vor Ihm beugen!

Die Herstellung des Reinigungswassers gründete sich auf ein Opfer. Eine rote junge Kuh mußte geschlachtet werden. Sie durfte kein Gebrechen haben und noch nie unter ein Joch gekommen sein. - Wir wissen ja, daß alle Opfer des Alten Bundes auf das Opfer unseres Herrn Jesu Christi hinweisen. So auch dieses. Wie überhaupt für die Sündopfer der einzelnen Glieder des Volkes [3. Mos. 4,28-32], so wurde auch hier ein weibliches Tier verwendet. Da es sich hier nicht um die Tilgung schwerer Vergehen, sondern um die Reinigung von häufig unvermeidlicher Berührung mit dem Tode handelte, genügte ein weibliches Opfertier. Doch mußte dasselbe in jedem Fall fehlerlos sein. - Auch uns konnte nur ein Opfer „ohne Fehl und ohne Flecken“ retten. Wenn wir als Gläubige von einem Fehltritt gereinigt und zur Gemeinschaft mit unserem Gott wiederhergestellt werden können, so verdanken wir das einzig und allein der Dahingabe unseres Herrn Jesu. Er war „das Lamm ohne Fehl“ und „Er hat Sich Selbst durch den ewigen Geist ohne Flecken Gott geopfert, um unser Gewissen zu reinigen von den toten Werken“, damit wir nun dem lebendigen Gott dienen können! [Hebr. 9,14; lies auch 1. Petr. 1,18.19.] „Ihr wisset, daß Er geoffenbart worden ist, auf daß Er unsere Sünden wegnehme; und Sünde ist nicht in Ihm!“ (1. Joh. 3,5; 2. Kor. 5,21; vgl. Joh. 6,68.69; 8,46.) Ja, das Joch der Sünde, unter welchem wir alle schon geboren werden und aufwachsen, ist nie auf Ihn gekommen! Nur ein gänzlich Freier konnte uns, die Geknechteten, von der Macht der Sünde befreien. Nur der vollkommen Reine konnte Sich zum Opfer geben für uns, die Unreinen. Und Ihm, dem eingeborenen Sohne Gottes, sei ewig Lob und Ruhm: „Sein Blut macht uns rein von aller Sünde!“

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