BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
April 1926

Freitag, den 30. April 1926


4. Mose 18,7; 1. Petri 2,1-10

„Ihr sollt eures Priestertums warten! … Als einen geschenkten Dienst gebe Ich euch das Priestertum!“ Es ist gut und notwendig, daß die Kinder Gottes ihre priesterlichen Vorrechte, Segnungen, Dienste und Aufgaben klarer erkennen und freudiger erfüllen. Gott braucht in dieser Welt und in alle Ewigkeit ein Volk von heiligen Priestern: „Seine Knechte werden Ihm dienen und sie werden Sein Angesicht sehen und Sein Name wird an ihren Stirnen sein!“ - Wie wir vor unserer Bekehrung der Welt, der Sünde, dem Eigenleben gedient haben, so dürfen wir jetzt mit Freuden und mit ganzem Herzen dem Herrn dienen!

Ich habe nur ein Leben und das gehört dem Herrn!
Ihm, der es mir gegeben, geb’ ich es froh und gern!

„Jetzt aber, von der Sünde freigemacht und Gottes Sklaven geworden, habt ihr eure Frucht zur Heiligkeit; als das Ende aber ewiges Leben!“ - Das erste Kennzeichen und Vorrecht des Priestertums ist das Nahen zu Gott: „Ich aber - Gott zu nahen, ist mir gut; ich habe meine Zuversicht auf den Herrn, Jehova, gesetzt, um zu erzählen alle Deine Taten!“ „Glückselig der, den Du erwählst und herzunahen lässest, daß er wohne in Deinen Vorhöfen! Wir werden gesättigt werden mit dem Guten Deines Hauses, mit dem Heiligen Deines Tempels.“ (Ps. 65,4; 73,28.) So hat David schon Verständnis und Vorgeschmack gehabt von dem allgemeinen und ewigen Priestertum aller wahren Gläubigen! (Vgl. Ps. 23,5.6; 27,4-6.) „Jetzt aber in Christo Jesu, seid ihr, die ihr einst ferne waret, durch das Blut Christi nahe geworden. … Denn wir sind die Beschneidung (d. h. die wahrhaft Geheiligten, Gottgeweihten), die wir durch den Geist Gott dienen und uns Christi Jesu rühmen und nicht auf Fleisch vertrauen.“ Wir wollen aber wohl beherzigen, daß Gott gesprochen hat: „Die Priester, die zu dem Herrn nahen, sollen sich heiligen! … In denen, die Mir nahen, will Ich geheiligt und vor dem ganzen Volke will Ich verherrlicht werden! … Seid heilig, denn Ich bin heilig!“ [2. Mos. 19,22; 3. Mos. 10,3; 11,45.] -

Ein weiteres Hauptvorrecht der Priester war das Darbringen des Rauchwerks auf dem goldenen Altar. Der fromme König Hiskia rief den Priestern zu: „Meine Söhne, seid nun nicht lässig! Denn euch hat Jehova erwählt, um vor Ihm zu stehen, daß ihr Ihm dienet und um Seine Diener und Räucherer zu sein!“ (2. Chron. 29,11.) Das heilige Rauchwerk war aus den feinsten Gewürzen hergestellt; auf dem goldenen Altar im Heiligtum wurde es dargebracht und stieg als duftender Wohlgeruch zu Jehova auf; nur mit Feuer vom Brandopferaltar durfte es entzündet werden. (Vgl. 2. Mos. 30,34-38.) - Das Räucherwerk ist ein Bild des Gebetes und der Anbetung: „Laß als Rauchwerk vor Dir bestehen mein Gebet, die Erhebung meiner Hände als Abendopfer!“ (Ps. 141,2; vgl. Offb. 8,3-5.) Der kostbare Name Christi und Sein Sinn und Geist in uns machen unsere Gebete angenehm - unsere Lobgesänge wohlgefällig vor Gott. Der Vater sucht „wahrhaftige Anbeter, die Ihn anbeten im Geist und in Wahrheit! - Wie die Priester sowohl dem ehernen als dem goldenen Altar nahen durften, so ist es unser priesterliches Vorrecht als Gottgeweihte, Gott allezeit die Opfer des Lobes, der Anbetung und des Gebets darzubringen: „Ich will den Herrn loben allezeit; beständig soll Sein Lob in meinem Munde sein!“ Als Priester sind wir bestimmt, auch für andere fürbittend bei Gott einzutreten: „Ich ermahne nun vor allen Dingen, daß Flehen, Gebete, Fürbitten, Danksagungen getan werden für alle Menschen, für Könige und alle, die in Hoheit sind!“ Führe ich ein Leben des Gebets? Warte und pflege ich meines heiligen Berufs als Priester, als Priesterin Gottes? Denken wir an Abrahams priesterliche Fürbitte für Sodom - für seinen Bruder Lot [1. Mos. 18,22-33] - an Moses Flehen für Gottes ungetreues Volk Israel! [2. Mos. 32,30-32; 33,12-19.] O welche Macht hatten diese priesterlichen Männer, welche Erhörungen und Siege des Glaubens wurden ihnen zuteil!

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