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JAHRGANG 1926
Februar 1926

Donnerstag, den 25. Februar 1926


Maleachi 2,1-5a; 5. Mose 30,17.18

Der Herr wendet Sich von neuem an die Priester (vgl. Kap. 1,6), da sie die verantwortlichen religiösen Führer des Volkes sind. Sie waren vor allem dazu gesetzt, die Ehre Jehovas hochzuhalten. Eigentlich hatte ja das ganze Israel ein Volk von Priestern für Gott sein und Seinen Ruhm in der Welt verkündigen sollen. (2. Mos. 19,6.) Aber durch Ungehorsam und Abtrünnigkeit hatten sie den Namen ihres herrlichen Gottes zur Schande gemacht und so mußte Gott die wunderbaren Segnungen, die Er ihnen geschenkt, in Fluch verwandeln. (Vgl. 5. Mos. 28, V. 1-14 mit V. 15-35!) Ja, Gott kann Fluch in Segen verwandeln (5. Mos. 23,6), aber auch Segen in Fluch. Wie oft erleben wir das letztere bei ungehorsamen Gotteskindern! [Lies Jes. 30,8-14.] - Wenn Gott „die Saat schilt“, dann gibt es Mißernte. Wenn doch heute wir alle empfinden wollten, wie abhängig von Gott wir auch in unseren äußeren Lebensbedingungen sind. (Röm. 8,13; Gal. 6,7.8.) - Bei solchem Sündenleben, wie es Israel und seine Priester führten, waren ihre religiösen Feste dem Herrn nur ein Greuel: „Frevel und Festversammlung mag Ich nicht!“ Heuchelei ist eine der schlechtesten, aber allgemeinen Eigenschaften des menschlichen Herzens: eine gewisse äußere Frömmigkeit soll die Sünde und den Mangel an Gehorsam decken! Ja, die Verbindung von Ungehorsam und Religiosität ist Gott das Widerlichste, das es geben kann, und doch ist nichts so verbreitet in der Christenheit wie dieses! Selbst die Kinder Gottes sind häufig nicht frei von diesem schlimmen Übel! (Lies Jes. 1,10-17; 29,13.14; Offenb. 3,15-19.) - Der Herr droht, den Juden „den Mist ihrer Feste ins Angesicht zu streuen“; die Schmach, die sie ihrem Gott angetan haben, soll auf sie zurückfallen; Er wird sie der äußersten Verachtung preisgeben. Und sie werden es noch einsehen müssen, daß dies alles über sie gekommen ist wegen ihrer Untreue gegen ihren Gott!

V. 5a: Aus der Mitte der Israeliten - anstatt der Erstgeburt - hatte Gott den Stamm Levi zu Seinem besonderen Dienst erwählt und geheiligt: Sie standen durch ihre hohe Aufgabe und ihre nahen Beziehungen mit Gott in einem besonderen Bundesverhältnis und dieses bedeutete für sie Leben und Friede. (Vgl. die kostbare Stelle 5. Mos. 33,8-11!) - Gott braucht auch heute solche, die Ihm in besonderer Weise zur Verfügung stehen. In Wahrheit Gott geweiht zu sein, das bedeutet für mich und dich: Leben und Frieden (oder Wohlfahrt). „Großen Frieden (oder große Wohlfahrt) haben, die Dein Gesetz lieben und kein Fallen gibt es für sie!“ Ja, der Herr Jesus sagt: „Ich bin gekommen, auf daß sie Leben und volle Genüge haben - Leben in Überfluß!“ Wenn das doch alle Kinder Gottes glaubten und sich zunutz machten! So viele meinen immer noch, bei einer ganzen Nachfolge - bei einer vollen Hingabe müsse man so vieles drangeben und auf so vieles verzichten! Sie schrecken davor zurück und ahnen nicht, welch große Glückseligkeit - welch unaussprechlich liebliches Los sie damit von sich weisen.

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