BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1926
Februar 1926

Dienstag, den 23. Februar 1926


Maleachi 1,10.11; Jesaja 1,11-17

In seiner tiefen Kränkung wünscht Gott, daß doch nur einer unter den Priestern die Schmach eines solchen Opferdienstes empfände und lieber die Türen zum Heiligtum schlösse. (Vgl. 2. Chron. 28,24; 29,3.) Ein solcher „Gottesdienst“ konnte ja niemals Gott gefallen; er war vollständig vergeblich - ja mehr, er war ein Greuel vor Ihm, dem Heiligen! „Das Opfer der Gesetzlosen ist dem Herrn ein Greuel!“ Ja, das Opfer und der, welcher es darbringt, stehen vor Gott im engen Zusammenhang; wenn Herz und Wandel des Menschen Gott nicht gefallen, dann können Ihm auch die Opfergaben nicht gefallen! „Ich habe keine Lust an euch!“ muß der Herr hier Seinem Volke zurufen. Fragen wir uns: Kann der Herr Seine Lust - Seine Freude an mir haben? - Bleibe nur mit deinen Gebeten - mit deinen guten Werken, mit deiner „Frömmigkeit“ fern, wenn dein Herz nicht aufrichtig ist vor Gott, wenn dein Leben nicht Ihm zur Ehre dient: „Ich habe keine Lust an euch!“ - Muß es vielleicht auch heute von uns Gläubigen heißen wie von Israel in der Wüste: „An den meisten derselben aber hatte Gott kein Wohlgefallen!“? (Lies Jer. 6,19-21; Amos 5,21-23.)

V. 11: Gott will Selbst Sorge tragen, daß eine Zeit kommt, da in der ganzen Welt Sein Name als groß und herrlich anerkannt wird. Dann werden in allen Weltgegenden die Völker Ihm huldigen. Jahr für Jahr werden sie aus der Nähe und aus der Ferne Abordnungen nach Jerusalem senden, um dem Könige, Jehova der Heerscharen - es ist der Herr Jesus, unser und auch Israels Erlöser und Herr! - Ehre zu erweisen und Opfer darzubringen. Da diese Völker selbst sich reinigen ließen, werden auch ihre Opfer dem Gott der Herrlichkeit wohlgefällig sein. (Sach. 14,16.) Dies alles wird geschaut werden in dem wunderbaren Tausendjährigen Reiche, wo das erlöste Israel an der Spitze aller Nationen gesegnet und ein Segen werden soll! Die alttestamentlichen Propheten sagen uns so viel Herrliches von jener, heute noch zukünftigen Endzeit, daß wir nur einige von den vielen Schriftstellen anführen können. (Lies Ps. 22,27-31; 113,1-4; Jes. 24,14-16; 66,18-24; Zeph. 2,11.) - Wir können unsere Stelle Mal. 1,11 mittelbar wohl auch auf die Jetztzeit anwenden, wo der Name Gottes und des Herrn Jesu im Evangelium über die ganze Welt getragen wird und die Menschen aufgefordert werden, mit ihren Sünden zum Kreuze Christi zu kommen. Wer in Wahrheit Tilgung und Befreiung von seiner Sünde in Jesus gefunden hat, der erkennt Gottes große Liebe und kann ihm die wohlgefälligen Opfer eines dankbaren Herzens bringen. Ein aus Dankbarkeit Tag für Tag gottgeweihtes Leben im Sinne der Bibel ist der einzig würdige Dank für die wunderbare Liebestat Gottes - für die Erlösungstat unseres Heilandes! (Lies Gal. 2,19.20.) Lieber Leser, gehörst du schon zu den wahren Anbetern, die in der Jetztzeit aus glücklichem, befreitem Herzen Gott die Opfer des Gebets und Flehens, der Danksagung und des Lobpreises bringen?

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