BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1924
August 1924

Donnerstag, den 21. August 1924


Sacharja 11,12.13; Matthäus 3,1-12

Hier sehen wir nun ganz klar durch den Propheten den guten Hirten, Jehova-Jesus, dargestellt, der Sich drei Jahre lang in großer Huld und Liebe um Israel gemüht hat. Er fordert Israel, Sein Eigentumsvolk, auf, zu erklären, wieviel Sein Hirtendienst ihnen in Wahrheit wert ist. Wenn sie diesen Dienst heiligster und barmherzigster göttlicher Liebe wirklich gebührend gewertet hätten, so wäre der Dank und der Lohn gewesen: Beugung und Huldigung vor Ihm, ihrem Messias und Erlöser, Vertrauen zu Seiner Liebe und Macht, demütiger Gehorsam und freudige Hingabe! - Israel war jedoch so hochmütig und unbereit, Ihn aufzunehmen, daß der Herr schon voraussetzen muß: „Wenn ihr es aber nicht tun wollt, so lasset es!“ Es gibt einen inneren Stand der Unbereitwilligkeit, demgegenüber Gott Sich nicht mehr viel müht! Hüten wir uns, Seine heilige Geduld auf die Probe zu stellen. Der Schade, der aus solchem Zögern - aus solcher Unzugänglichkeit entsteht, fällt ganz auf uns selbst zurück! - Wir werden hier erinnert an die Schlußworte der Offenbarung, wo Jesus noch einmal ruft: „Wen da dürstet, der komme! Wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!“ - wo Er aber auch hinzufügt: „Die Zeit (des endgültigen Gerichts) ist nahe! Wer Unrecht tut, der tue noch Unrecht, und wer unrein ist, der verunreinige sich noch! Und wer gerecht ist, der übe noch Gerechtigkeit, und wer heilig ist, der heilige sich noch!“ - „Und sie wogen Meinen Lohn dar: dreißig Silbersekel.“ Dreißig Silbersekel - das war das Sühnegeld für einen getöteten Sklaven. [2. Mos. 21,28-32.] Sie gaben also zu verstehen, daß sie Seinen liebevollen, aufopfernden Hirtendienst nicht höher anschlugen, als die Arbeit eines gekauften Sklaven. Eine solche Entlohnung war allerdings beleidigender als eine gänzliche Ablehnung! Darum nennt Jehova dieselbe in heiliger Ironie „einen herrlichen Preis, dessen Ich von ihnen wert geachtet bin!“ (Vgl. 1. Mos. 37,13-28!) - Der Herr Jesus fragt auch dich und mich: „Wieviel bin ich dir wert?“ Und unser praktisches tägliches Leben gibt ganz klar und unmißverständlich die Antwort. Israel wird dereinst in tiefer Zerknirschung und Reue im Blick auf Christum, seinen gekreuzigten Messias, bekennen müssen: „Wir haben Ihn für nichts geachtet!“ Was antwortete ein Paulus auf diese Liebe des guten Hirten, der für ihn Sein Leben gelassen hatte? Er sagt: „Ich bin mit Christo gekreuzigt. Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir. Was ich aber jetzt lebe im Fleische, lebe ich durch den Glauben - durch den Glauben an den Sohn Gottes, der mich geliebt und Sich Selbst für mich hingegeben hat!“ Was für eine Antwort gibt dein Leben dem Herrn Jesus? Was ist der Preis, der Lohn, dessen du Ihn wert achtest?

Was ist dir Jesus von Nazareth?
Ist Er dein Meister und dein Prophet?
Hast du gespürt Seines Wortes Kraft,
Das Leben weckt und Erkenntnis schafft,
Das uns den Weg zum Vater zeigt,
Dem Glaubenden Trost und Heil darreicht?
O selig, wer für die dunkelsten Stunden
In Jesus die Quelle des Lichts gefunden.
Was ist dir das Lamm von Golgatha,
Das man am Kreuze einst sterben sah,
Mit Sünden beladen, mit Dorn gekrönt,
Vom Volke geschlagen, von allen verhöhnt?
Hast du erkannt die Schuld, die es trägt,
Die Ihm von Gott war auferlegt?
O selig, wenn auch dein Glaube darf sagen:
All meine Sünden hat Jesus getragen!
Was ist dir Jesus, der Menschensohn,
Den Gott erhöhte auf Seinen Thron?
Ist Er dein König, dem du dich geweiht?
Gehört Ihm dein Leben und all deine Zeit?
Kann Er dich täglich mit Freuden sehn
Gerüstet auf Seinem Kampfplatz stehn?
O selig, wer Jesum als König erkoren,
Am Kreuze Ihm ewige Treue geschworen!

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