BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1924
August 1924

Freitag, den 22. August 1924


Sacharja 11,13.14

„Wirf ihn dem Töpfer hin, den herrlichen Preis, dessen Ich von ihnen wert geachtet bin!“ Wer würde hier nicht klar erinnert an die dreißig Silberlinge - an den Preis, dessen Judas seinen Herrn und Meister wert achtete? O, was für ein Schmerz muß es für das göttliche Herz des Herrn Jesu gewesen sein, daß die drei Jahre, in welchen Er diesen Jünger mit der größten Liebe hatte gewinnen wollen, so endeten - daß dem Judas dreißig elende Silberstückchen begehrenswerter dünkten als alles, was der Herr Jesus ihm hätte sein und geben wollen! - Und wie Judas, so hat auch ganz Israel seinen Messias „für nichts geachtet“. Sie haben gerufen: „Kreuzige, kreuzige Ihn! Sein Blut komme über uns und über unsere Kinder!“ So wertete Israel seinen Retter, der drei Jahre lang unter ihnen umhergegangen war - Gutes tuend und heilend alle, die vom Teufel überwältigt waren! - Der Herr Jesus sieht auf den Grund deines Herzens - auf dein Alltagsleben und nimmt wahr, wie du dich zu Ihm stellst - ob du Ihn von ganzem Herzen liebst oder ob andere Menschen - andere Dinge den ersten Platz einnehmen. „Viel werden der Schmerzen derer sein, die einem anderen nacheilen! Ihre Namen werde Ich nicht auf Meine Lippen nehmen“, sagt Er. - O, der Teufel ist ein furchtbarer Betrüger. Erst stellt er dem Judas das Geld so begehrenswert hin, daß dieser es wagt, das Leben und das Blut des Sohnes Gottes dafür zu verkaufen. Und als die furchtbare Tat geschehen ist, da läßt er ihn in seiner Verzweiflung umkommen und ewiglich verloren gehen! - Wie augenscheinlich hat sich die Weissagung des Sacharja erfüllt! (Lies Matth. 27,3-10; Apgesch. 1,18.19.) - V. 14: Der Prophet zerbricht nun den zweiten Stab, der „Eintracht“ oder „Verbindung“ heißt. Der Zerfall des Volkes in allerlei Parteien und Spaltungen trat bald nach der Verwerfung Christi in furchtbarer Weise unter den Juden hervor und beschleunigte ihren Untergang im römischen Kriege! Hätte Israel dem guten Hirten huldigend sich gebeugt, so wäre es als einiges, zwölfstämmiges Volk wunderbar gesegnet worden. Ja, das Wort Gottes stellt uns in Aussicht, daß es noch einmal so kommen wird in herrlichster Weise. [Lies Hes. 34,23; 37,15-28; Jer. 32,37-41; 50,4.5.] - Es ist aber auch heute unter dem Volke Gottes so: Wenn die Schafe Christi ihrem guten Hirten nicht in allen Stücken folgen und vertrauen, dann herrscht auch untereinander nicht die Eintracht, die Liebe, die so erquickend und aufbauend ist!

O Du holder Freund, vereine Deine Dir geweihte Schar,
Daß sie es so herzlich meine, wie’s Dein letzter Wille war!
Zünde an die Liebesflamme, daß ein jeder sehen kann:
Wir, als die von einem Stamme, stehen auch für einen Mann.

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