BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1923
September 1923

Montag, den 10. September 1923


4. Mose 15,1-16

In unserem Kap. 15 finden wir I. verschiedene Opfergesetze, durch welche die früher gegebenen Opfervorschriften vervollständigt werden (V. 1-31); II. die Bestrafung eines Sabbatschänders (V. 32-36); III. die durch diese Sabbatschändung veranlaßte Anordnung der Quaste mit blauer Schnur, welche jeder Israelit an seinem Obergewand tragen sollte zur steten Erinnerung an die Gebote des Herrn.

Am Schluß von Kap. 14 schien alles hoffnungslos zu sein. Dort hieß es in der Form des drohenden Eidschwurs: „Wenn ihr in das verheißene Land kommen werdet!“ d. h. „Ihr sollt gewißlich nicht hineinkommen!“ Hier heißt es in der Form gewisser Gnadenzusage: „Wenn ihr in das Land kommet, das Ich euch geben werde, dann sollt ihr ...“ Wir stehen hier an einer der auffallendsten Stellen des 4. Buches Mose. Wenn wir den feierlichen Urteilsspruch lesen: „Ihr werdet nicht in das Land kommen!“ so merken wir: Der Mensch ist durch seine Sünde verkehrt und hat alles verloren; es gibt keine Aussicht aus Rettung für ihn! Diese Lehre bestätigt uns die ganze Bibel: „Es ist kein Unterschied, denn alle haben gesündigt und erreichen nicht die Herrlichkeit Gottes!“ (Vgl. Eph. 2,1-3.11.12 [Röm. 1,18 - 2,3]; 1. Petr. 4,3-5.) Hören wir andererseits die gnaden- und hoffnungsvollen Worte: „Ich werde euch das Land eurer Wohnsitze geben!“ so wird uns klar, daß es für die verlorenen, schuldigen Menschen bei dem Gott aller Gnade Rettung und Heil gibt - allerdings nur, wenn sie sich in persönlicher Buße beugen! - Das ältere aus Ägypten gekommene Geschlecht Israels stellt uns die erstgenannte Wahrheit vor Augen - das junge, in der Wüste aufgewachsene Geschlecht die zweite!

„Denn also hat Gott die Welt geliebt, daß Er Seinen eingeborenen Sohn gab, auf daß jeder, der an Ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern das ewige Leben habe!“ Im Blick auf Christum und Sein Erlösungswerk heißt es nunmehr für alle wirklich Glaubenden: „Es ist kein Unterschied, denn alle ... werden umsonst gerechtfertigt durch Seine Gnade - durch die Erlösung, welche in Christo Jesu ist. Ihn hat Gott dargestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben an Sein Blut - zur Erweisung Seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, daß Er gerecht sei und denjenigen für gerecht erklärt, der des Glaubens an Jesum ist!“ (Röm. 3,22-26.)

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