BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1923
April 1923

Dienstag, den 17. April 1923


Sacharja 3,1-10

Im Lichte der Heiligkeit Gottes betrachtet, hatte Israel allerdings nur Verwerfung verdient. Insofern hatte der Widersacher völlig recht! Gott war aber um Seiner Liebe und um Seiner eigenen Ehre willen alles gelegen an Israels Erhaltung, Heiligung und dauernder Segnung. Und so erweist Er nun Seine Heiligkeit nicht im Gericht, sondern in der Ausübung Seiner Barmherzigkeit. (Durch den Eifer und Gehorsam, den die Israeliten unter dem Segenseinfluß der Propheten Haggai und Sacharja an den Tag legten, bewiesen sie ja, daß sie fest entschlossen waren, den bösen Wegen ihrer Väter zu entsagen. So stand also die begnadigende Barmherzigkeit Gottes durchaus nicht im Widerspruch zu Seiner Gerechtigkeit!) Es wird uns in diesem „Gesicht“ Sacharjas die wunderbare, endgültige Begnadigung und Reinigung gezeigt, welche Israel noch zuteil werden soll. Es soll eine hohe Berufung als priesterliches Volk des Herrn nicht auf immer einbüßen, sondern vielmehr in herrlichster Weise zu derselben bereitet und befähigt werden. Obwohl Josua in unreinen Kleidern dasteht, ist er doch noch der Hohepriester Jehovas. „Denn die Gnadengaben und die Berufung Gottes sind unbereubar!“ Gott weiß Sein Bundesvolk zur Buße, zur Segnung und Vollendung zu führen. Wohl muß es erst aus zerbrochenem Herzen und unter tausend Schmerzen bekennen: „Wir sind allesamt dem Unreinen gleich geworden und alle unsere Gerechtigkeiten sind gleich einem unflätigen Kleide!“ In Jes. 64 vernehmen wir dieses ergreifende Bußgebet, das dereinst - vielleicht bald! - aus Israels Herzen und Mund zu Gott aufsteigen und gnädige, herrliche Erhörung finden wird. - Welch eine Segnung wird darauf folgen! Wahrlich, Gott weiß wohl Seinen großen Widersacher endgültig abzuweisen und zuschanden zu machen. „Der Gott des Friedens wird in kurzem den Satan unter eure Füße zertreten.“ Dann wird für Israel das Jahr der Erlösung ausgerufen werden, da alle Trauernden getröstet werden. „Da wird der Herr den Trauernden Zions geben Kopfschmuck statt Asche, Freudenöl statt Trauer, ein Ruhmesgewand statt eines verzagten Geistes. Und sie werden genannt werden Bäume der Gerechtigkeit - eine Pflanzung des Herrn zu Seiner Verherrlichung!“ Ja, Er spricht zu ihnen: „Ihr sollt Priester des Herrn genannt werden; Diener unseres Gottes wird man euch heißen. Ihr werdet der Nationen Reichtümer genießen und in ihre Herrlichkeit eintreten! Ewige Freude werdet ihr haben.“ (Lies Jes. 61,1-11.)

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