BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

(www.wol-blz.net)

Suchen nach:
Startseite -- Jahrgänge -- 1923 -- 6. März 1923
Diese BLZ Andacht: -- IM ORIGINAL -- Erweitert?

Voriger Tag -- Nächster Tag

JAHRGANG 1923
März 1923

Dienstag, den 6. März 1923


4. Mose 13,20b; Psalm 65,4 (Luther 65,5); Johannes 7,37-39

„Fasset Mut und nehmet von der Frucht des Landes!“ Das gute Land der Gemeinschaft mit Gott ist so fruchtbar und reich, daß wir nur nehmen dürfen, um in unserer Seele reichlich gesättigt und erfreut zu werden. „Gottes Brünnlein hat Wassers die Fülle!“ Glaubst du das wirklich? Dann nimmst du auch und stillst das Dürsten deiner Seele. „Wie köstlich ist Deine Güte, o Gott! ... Wir werden reichlich trinken von der Fettigkeit Deines Hauses und mit dem Strome Deiner Wonnen wirst Du uns tränken! Denn bei Dir ist der Quell des Lebens.“ - Warum waren die Apostel solche glückseligen, reichen Leute? Weil sie einen reichen Gott hatten - weil sie viel nahmen - immer neu schöpften aus der unerschöpflichen Fülle Christi. (Lies Jes. 12,3.4; Joh. 7,37.) Seine himmlischen Schatzkammern und Gnadenquellen stehen uns allezeit offen: „Wen da dürstet, der komme - wer da will, der nehme das Wasser des Lebens umsonst!“ Das steht nicht nur für suchende Seelen da, sondern auch für die Erlösten. Auch ihre Seele dürstet immer wieder und bedarf der Stillung und Kraft, wenn sie dem Herrn freudig und fruchtbringend dienen sollen; sie bedürfen täglich neuer Gnade! Und wenn wir anderen Kunde davon bringen wollen, wie gut man es im Reiche des geliebten Sohnes Gottes hat, dann muß unsere eigene Seele auch wohlgenährt sein von den kostbaren Segnungen der Gemeinschaft mit Gott und Jesus! - Warum sind denn so viele Kinder Gottes unterernährt, arm und freudelos? Weil sie nicht kindliches Zutrauen und guten Mut haben gegenüber der reichen Gnade Gottes - weil es ihnen an einfältigem Glauben fehlt! Sie nehmen nicht kecklich am Tische ihres guten Hirten, obwohl Er sie in Seinem Worte auf so gute Weide führt und ihnen einen so reichen Tisch bereitet angesichts ihrer Feinde! Sie lassen sich durch den Feind betören oder erschrecken, als ob all die Segnungen, von denen die Bibel spricht, nicht ihnen gelten. - Ein Herz aber, das Vertrauen zu der Liebe seines Gottes hat, läßt sich gerne sagen: „Fasse Mut und nimm von der Frucht des Landes!“ Wenn Gott sagt: Nimm!, dann ist auch die Fülle da. (Lies Jes. 55,1-3; Offenb. 22,17.)

www.WoL-BLZ.net

Zuletzt geändert am 27.06.2019 16:30 Uhr | powered by PmWiki (pmwiki-2.2.140)