BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1923
März 1923

Sonnabend, den 3. März 1923


Einleitung zum dreizehnten Kapitel

Dieses Kapitel berichtet uns die Aussendung und Rückkehr der Kundschafter. Das Volk befand sich in Kades-Barnea (auch Rithma genannt) in der Wüste Paran. (Kap. 12,16; 33,18; 5. Mos. 1,1.) Diese Lagerstätte Israels ist heute noch deutlich erkennbar. Zuverlässige Reisende berichten uns, daß dort eine reichlich sprudelnde Wasserquelle „Ain Kades“ und geeigneter Platz zum Lagern für ein großes Volk sei. Auch die Grenznähe des Landes Kanaan und die in 5. Mos. 1,1 angegebene Entfernung vom Horeb (elf Tagereisen) wird uns von diesen Reisenden bestätigt. (Der Name Horeb oder Sinai bezeichnet bald das ganze Gebirge, bald den besonderen Berg der Gesetzgebung.)

4. Mose 13,1-16; Psalm 78,10-17.54-57 Dem Befehl Gottes an Mose, Kundschafter auszusenden, ging der aus Unglauben entspringende Wunsch des Volkes voraus. Schon anläßlich der Berufung des Mose hatte Jehova ihm versichert, daß „das Land Kanaan ein gutes und geräumiges Land sei, ein Land, das von Milch und Honig fließt“. (2. Mos. 3,8.) Wie oft wird er im Laufe der Zeit dies dem Volke wiederholt haben. (In 5. Mos. 1,19-22, 38 Jahre später, ruft Mose es dem Volke in Erinnerung, daß sie schon damals im zweiten Jahr ihrer Wüstenwanderung an der Grenze des Gelobten Landes gestanden hatten und innerhalb weniger Tage in dasselbe hätten gelangen können und sollen.) Gott ermutigte also das Volk zu sofortiger, freudiger Besitznahme ihres kostbaren Erbteils. Aber das Volk vertraute weder der Güte noch der Treue und Macht seines Gottes, obwohl es dieselbe so oft und so herrlich erlebt hatte! Gottes Verheißung und Versicherung genügte den Israeliten nicht; sie glaubten derselben nicht. Vielmehr wollten sie durch selbstgesandte Kundschafter erst erfahren, wie das von Gott verheißene Land sei - wie die Städte darin und der Weg dorthin beschaffen seien! Gott hatte Sein Volk mit Wundern und Zeichen aus Ägypten erlöst. In der Wüste hatte Er sie - nun schon zwei Jahre hindurch, gleichfalls mit Wundern und Zeichen - versorgt, behütet und geführt. Und nun dieser völlige Mangel an Vertrauen, dieser Unglaube und Ungehorsam! - Wir Kinder Gottes würden wohl die Kinder Israel hart genug verurteilen, wenn - wir nicht manches Mal schon selbst so undankbar und glaubenslos, so mißtrauisch und verzagt gegen unseren großen, herrlichen Gott gewesen wären! Wie steht’s heute mit mir? Ehre ich meinen treuen, gnädigen und wunderbaren Herrn durch Zuversicht und Glaubensmut, durch Dankbarkeit und Gehorsam? Wandle ich durch Glauben oder will ich immer erst sehen oder fühlen oder wissen? (Lies Joh. 20,29; Luk. 1,45.)

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