BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1922
September 1922

Mittwoch, den 20. September 1922


Haggai 2,10-19

So wenig ein Priesterkleid, in welchem heiliges Opferfleisch getragen worden war, wie man vielleicht nach 3. Mos. 6,17-20 denken mochte, auf andere Nahrungsmittel Heiligkeit oder Segen übertrug, so wenig waren die Feld- und Gartenfrüchte der Juden gesegnet und geheiligt worden dadurch, daß das Volk sich äußerlich zu Jehova bekannte! Zudem waren sie selbst bis vor kurzem durch ihre Selbstsucht, ihre Gleichgültigkeit und Untreue ihrem Gott gegenüber unreine Leute gewesen. Nur eine aufrichtige Abkehr vom Bösen und Hingebung an den Herrn reinigt unser Herz und Leben! (Vgl. Apgesch. 15,7-9; 2. Kor. 6,14 bis 7,1; Tit. 2,11-15; 1. Joh. 1,8.9.) So war es nicht verwunderlich, daß Unsegen auf allem Gewächs des Landes - auf allem Werk ihrer Hände bisher gelastet hatte, und daß auch ihre Darbringungen und Opfer nicht wohlgefällig sein konnten. Der Mensch mag nur auf das Äußere sehen und sich an einer Form der Gottseligkeit, an frommen Gewohnheiten und Übungen genügen lassen, während er daneben an mancher Sünde festhält und sein Herz vom Herrn getrennt ist - Gott sieht in erster Linie auf das Herz, das hinter allem Tun und Reden steht. Er prüft und erkennt dasselbe bis auf den Grund! David sagt: „Ich weiß, mein Gott, daß Du das Herz prüfst und Wohlgefallen hast an Aufrichtigkeit!“ (1. Chron. 29,17.) Und der weise Salomo spricht: „Wer Reinheit des Herzens liebt, wessen Lippen Anmut sind, dessen Freund ist der König!“

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