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JAHRGANG 1922
September 1922

Freitag, den 8. September 1922


Haggai 1,14.15; Matthäus 23,1-12

Gott nennt diese durch Seinen Geist hervorgebrachte Bewegung unter Seinem Volke eine Erweckung. Vorher lagen jene Juden, soweit es Gott und Seine Sache betraf, in einem todesähnlichen Schlaf. Nun aber auf Gottes Botschaft durch Haggai erheben sich allen voran die Führer des Volkes, der Statthalter Serubbabel und der Hohepriester Josua. - Es ist immer eine große Gnade, wenn Gott Seinem Volke Führer erweckt, die persönlich demselben vorangehen in Buße und Glauben, in Gehorsam und Heiligung, in Eifer und Hingebung an Gott! Solchen Führern zu folgen und zu gehorchen, erkennen die Gläubigen im allgemeinen als eine heilige und leicht zu erfüllende Pflicht. - Viele aber gibt es, welche eine führende Stellung unter Gottes Volk einnehmen und sich nicht von Gottes Geist erwecken und heiligen lassen, sondern sich mit einer äußerlichen Form der Gottseligkeit begnügen und fern sind von Gottes Weg und Wirken in dieser Gnadenzeit. Ihre Verantwortung und Schuld ist groß. Sie sind „blinde Blindenführer“ - den Gläubigen statt einer Hilfe ein Hindernis; ja manchen von ihnen mag des Herrn erschütterndes Wort gelten: „Wehe euch, Schriftgelehrte und Pharisäer, ihr Heuchler! denn ihr verschließet das Himmelreich vor den Menschen! Selbst gehet ihr nicht hinein, noch laßt ihr die Hineingehenden eingehen“. (Matth. 23,13; lies Phil. 3,1-17.)

Angespornt durch seine Führer, wird das ganze Volk erweckt. „Und sie kamen und arbeiteten am Hause Jehovas der Heerscharen.“ Dreiundzwanzig Tage waren verflossen seit Haggai mit der göttlichen Botschaft unter das Volk getreten war (vgl. V. 1 u. V. 15) und nun sehen wir sie eifrig und freudig den Bau in Angriff nehmen und nicht nachlassen, bis er vollendet ist. Welch kostbare Erweckung! Welch herrliches Wirken des Geistes und Wortes Gottes! Welch liebliche Eintracht in Gesinnung und Tun bei Führern und Volk! Herr, habe Dank, daß wir auch heute hier und da solches wahrnehmen dürfen unter Deinem Volke!

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