BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1922
Juni 1922

Sonnabend, den 3. Juni 1922


Zephanja 3,9

Hier beginnt der dritte Abschnitt unseres Propheten (Kap. 3,9-20), der uns die heute noch zukünftige Endzeit vor Augen stellt. Da will der Herr Sein abtrünniges Bundesvolk, Israel, aus schwerstem Strafgericht geläutert und erneuert herausbringen und es zum Namen und zum Ruhm machen auf Erden. Auch die ganze übrige Völkerwelt wird durch Gericht gesichtet und gereinigt werden und dann - mit dem erlösten Israel an der Spitze - dem Allerhöchsten einmütig dienen. Dieser Schlußteil Zephanjas ist voll Trost und Herrlichkeit!

„Alsdann“, d. h. wenn die Nationen der Welt durch Gericht gesichtet sind, dann werden diejenigen Völker, welche Christo gehuldigt haben und daher zu den Segnungen des 1000 jährigen Reiches zugelassen werden, die umwandelnde Kraft der göttlichen Gnade erfahren. Ihre Lippen, die zuvor der Sünde, den Götzen und der Lüge gedient haben, sollen in reine Lippen umgewandelt werden. Reinigung der Lippen schließt Reinigung des Herzens in sich; denn „aus der FüIIe des Herzens redet der Mund“. Nur mit gereinigten Lippen - aus einem erneuerten Herzen kann man wohlgefällig zu Gott beten und Ihm dienen. Der Prophet Jesaja mußte einst ausrufen: „Wehe mir, ich bin verloren! denn ich bin ein Mann von unreinen Lippen und unter einem Volk von unreinen Lippen wohne ich!“ (Lies Jes. 6,1-8.) - Hast du schon so vor Gott im Staube gelegen mit dem tiefgreifenden Bekenntnis deiner Sündhaftigkeit? Nur dann kannst du die reinigende und heiligende Kraft der erlösenden Gnade erfahren. Bei den meisten Kindern Gottes muß es nach ihrer Bekehrung noch einmal zu einer besonderen Wendung kommen, wenn sie in der heiligen Gegenwart Gottes erkennen, wie sündig und oberflächlich ihr Mund noch oft redet. Sie beugen sich tief und flehen: „Entsündige meine Lippen - reinige mein Herz, meine Gedankenwelt! Mache mich vorsichtig und heilig im Reden und im Schweigen!“ - Wer noch viel und unbedacht redet, taugt nicht zum Dienste Gottes; auch führt ein solcher Gläubiger noch kein geregeltes und geweihtes Gebetsleben. „Aus demselben Munde geht Segen und Fluch hervor. Dies, meine Brüder, sollte nicht also sein. Die Quelle sprudelt doch nicht aus derselben Öffnung das Süße und das Bittere?“ (Jak. 3,10.11; vgl. Ps. 34,13 [Luther 34,14]; Ps. 71,22-24 [Spr. 10,19-21; 18,20.21; Eph. 4,29-32].) Wären mehr gereinigte und Gott hingegebene Herzen im Volke Gottes, dann gäbe es auch nicht soviel Streit und Spaltung und man würde einmütig den Namen des Herrn anrufen und Ihm in einem Sinn und Geist dienen. - Wie köstlich wird nach allem Neid und Krieg die Einmütigkeit der Völker im 1000 jährigen Reiche sein, wenn Christi Friedenszepter alles regiert. Und wie herrlich und selig die Einheit, Reinheit und Herrlichkeit der Brautgemeinde im Himmel!

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