BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1921
Dezember 1921

Sonntag, den 11. Dezember 1921


Habakuk 3,16

Der Prophet schildert nochmals (vgl. V. 2), welch tiefen Eindruck die göttliche Gerichtsankündigung auf ihn gemacht. Wohl wußte er, daß er persönlich all das furchtbare Kommende nicht miterleben würde; er sollte dann schon längst bei dem Herrn ruhen. (Vgl. Jes. 57,1.2; Dan. 12,13.) Aber er besaß genug selbstlose göttliche Liebe, um für das Volk - das trotz all seines Abfalls den Namen Jehovas in der Welt trug - zu erschrecken und zu leiden. Hatte Gott ihm doch geoffenbart, daß Israel um seiner Sünden willen in die grausame Hand der Chaldäer überliefert werden würde! (Kap. 1,6-11.) - V. 17 schildert, wie es dann im Lande aussehen wird. Pflanzungen und Felder liefern keinen Ertrag. Hürden und Ställe sind leer infolge der Verheerung, welche die feindlichen Kriegsscharen angerichtet haben. (Vgl. 5. Mos. 28,47-52; Jer. 25,3-11.) - Aus all diesem Traurigen heraus aber erhebt Habakuk als ein Mann des Glaubens seine Seele zu seinem Gott. (Vgl. Micha 7,7.) Er, der Gott seines Heils, ist und bleibt die Quelle des Friedens - ja überströmender Freude für ein Herz, das Ihm gehört und Ihm vertraut! Die Gemeinschaft mit Gott Selbst ist so kostbar, daß der Mensch Gottes frohlocken und jubeln kann, auch wenn die äußeren Verhältnisse niederdrückend sind, ja, hoffnungslos aussehen.

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