BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1921
Februar 1921

Sonnabend, den 19. Februar 1921


4. Mose 7,89

Die Darbringung der Weihegaben der Fürsten bildete den Abschluß der Einweihung der Stiftshütte. Nach Fertigstellung aller einzelnen Gegenstände des Zubehörs hatte Mose am Neujahrstage des zweiten Jahres in der Wüste die Stiftshütte (Zelt der Zusammenkunft) aufgerichtet und eingerichtet, sie mit Öl gesalbt und geheiligt. Gleichzeitig hatte auch die achttägige Weihe der Priester (Aarons und seiner Söhne) begonnen. (3. Mose 8 u. 9.) Und dann hatte Jehova, der Gott Israels, in der Mitte Seines aus Ägypten erlösten Volkes Wohnung genommen, indem Seine Herrlichkeit die Stiftshütte erfüllte - wohl am achten Tage der Priesterweihe. (Lies 2. Mose 40,1-38; vgl. V. 34-38 mit 3. Mose 9,4.23!) Hieran anschließend waren die Opfergaben der zwölf Stammesfürsten dargebracht worden (was wiederum zwölf Tage währte), somit war nun auch der eherne Altar seinem Zwecke dienlich geworden. - Nun thronte Jehova in Seinem Heiligtum und Mose, der berufene und begnadigte Führer Israels, hatte stets Zutritt in das Allerheiligste, wo die Bundeslade stand. (Die Priester durften nur in das Heilige gehen; das Allerheiligste war ihnen nicht zugänglich und selbst dem Hohenpriester nur einmal im Jahre am großen Versöhnungstage! Wir sehen also, wie bevorzugt Mose war!)

Im ersten Jahr des Wüstenaufenthaltes, als die Stiftshütte noch im Entstehen war, hatte der Herr mit Mose in dessen eigenem Zelt geredet. Am Berge Horeb, als die Kinder Israel Gott erzürnt und das Lager verunreinigt hatten durch das goldene Kalb, hatte Mose sein Zelt außerhalb des Lagers aufgerichtet und es „Zelt der Zusammenkunft“ genannt. Wer von den Kindern Israel den Herrn in Wahrheit suchte, der ging damals hinaus in das Zelt Moses’, um Ihm zu nahen. Mose selbst stand im innigsten Umgang mit Gott. Auf dem Berge war er vierzig Tage und vierzig Nächte mit dem Herrn allein, um Seine Befehle für Israel entgegenzunehmen. Und im „Zelte der Zusammenkunft“ hatte er stets freien Zutritt zu der unmittelbaren Gegenwart Gottes und der Herr „redet mit ihm von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann mit seinem Freunde redet“. (2. Mose 33,11.) So konnte nach Moses’ Tod gesagt werden: „Es stand in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, welchen Jehova gekannt hatte von Angesicht zu Angesicht!“ (5. Mose 34,10.) - Unaussprechlich kostbar muß dieser nahe, vertraute Umgang - dieser gegenseitige Austausch zwischen Mose und dem Herrn gewesen sein! Und wie kostbar ist es für uns heute, daß der Scheidevorhang durch Jesu Tod zerrissen, die Sünde aus dem Wege geräumt ist - daß wir einen freien, offenen Zugang haben zu dem Thron der Gnade, und daß unser erhöhter Herr jedes der Seinen zu solch nahem Freundesumgang mit Ihm Selbst berufen und begnadigt hat! - O daß nur jeder Erlöste vollen und dauernden Gebrauch von diesem hohen, seligen Vorrecht machte! Jesus will mit einem jeden von uns ganz nahe persönliche Freundschaft haben. Er sagt: „Ihr seid Meine Freunde, wenn ihr tut, was irgend Ich euch gebiete. Ich habe euch Freunde genannt, weil Ich alles, was Ich von meinem Vater gehört, euch kundgetan habe!“ - Und es wird auch uns gehen wie Mose: Wenn wir immer wieder mit geheiligtem und gesammeltem Herzen unserem Gott nahen und zu Ihm reden im Gebet, dann naht auch Er Sich zu uns und redet zu uns. Wir hören Seine Stimme in Seinem Wort und wenn wir betend lauschen in Seiner heiligen Gegenwart! (Lies Eph. 3,12; Hebr. 4,16.)

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