BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1919
Juni 1919

Mittwoch, den 18. Juni 1919


4. Mose 1,20-46

Der Stamm Levi war zum besonderen Dienst an der Stiftshütte aus den zwölf Stämmen herausgehoben worden. Um aber die Zwölfzahl festzuhalten, waren Ephraim und Manasse als zwei Stämme an die Stelle Josephs getreten. - Die Gesamtzahl der Männer über 20 Jahre aus den zwölf Stämmen betrug nach dieser Zählung 603 550. (V. 46. Dreizehn Monate früher betrug sie 600 000 [2. Mose 12,37]. In diesem Zeitraum waren also 3550 junge Leute noch hinzugekommen, indem sie ihr 20. Lebensjahr überschritten hatten.) Die Gesamtzahl der Männer, Frauen und Kinder mag nach der erfahrungsgemäßen Rechnungsweise fünfmal soviel betragen haben - also etwas mehr als 3 Millionen. (Auch der Stamm Levi mit etwa 50 000 Köpfen kam ja noch hinzu!) - Wir müssen jedoch nicht annehmen, daß diese alle reine Nachkommen Abrahams, Isaaks und Jakobs waren. Das wäre, wenn man die verhältnismäßig kurze Zeit seit dem Tode der Erzväter bedenkt, wohl nicht möglich! Wir hören in 2. Mose 12,38, daß viel Mischvolk mit den Kindern Israel heraufzog aus Ägypten. Dieses Mischvolk wurde mitgezählt. Dasselbe mag zum Teil entstanden sein durch Verheiratung von Israeliten und Ägyptern. Außerdem aber hatten die Israeliten jedenfalls auch viele aus den Heiden gekaufte Sklaven und Sklavinnen und deren Nachkommen. Schon Abraham hatte ja eine große Anzahl aus den Heiden gekaufter und hausgeborener Knechte, die in den Bund der Beschneidung mit aufgenommen wurden. (Vgl. 1. Mose 14,14; 18,23-27.) Entsprechend der ihm gegebenen Vorschrift - 1. Mose 18,9-14 - handelten jedenfalls seine Nachkommen auch später!

Es ist nicht ohne Bedeutung, daß der Herr Sein erlöstes Volk Israel immer wieder zählte - daß die Bibel uns so viele Geschlechtsregister und Namen aufbewahrt; dieselben reden zu uns von der großen Liebe und Sorgfalt Gottes für Sein Volk! Wenn Er als Schöpfer die für uns unzähligen Sterne zählt und sie alle mit Namen nennt (Psalm 147,4) - ist es dann verwunderlich, daß Er als Erlöser mit noch ganz anderen Gefühlen Sein Volk zählt und nicht ein Glied desselben vergißt oder übersieht? Vor Ihm ist jede Seele kostbar, und mit ganz besonderer Treue und Erbarmung hat Er auf das Geringe, das Schwache, das Arme acht! (Vergl. Hes. 34,1-22.) Er ist der gute Hirte, der Seine Schafe „mit Namen ruft“, der jedes einzelne von ihnen kennt und keines von ihnen verliert (Joh. 6,39; 10,3.27), bis Er sie - durch alle Gefahren und Leiden der Wüste hindurch - ins himmlische Kanaan gebracht hat! - Dort heißt es von der großen, für Menschen unzählbaren Schar der Erlösten aus allen Völkern, Stämmen und Zungen: „Sie sind vor dem Throne Gottes und dienen Ihm Tag und Nacht in Seinem Tempel; ... Sie werden nicht mehr hungern noch dürsten, noch wird je die Sonne auf sie fallen, noch irgend eine Glut! Denn das Lamm, das in der Mitte des Thrones ist, wird sie weiden und sie leiten zu den Quellen des Wassers des Lebens, und Gott wird jede Träne abwischen von ihren Augen!“ (Off. 7,15-17.)

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