BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1919
Januar 1919

Dienstag, den 21. Januar 1919


Amos 8,1-3

Der Prophet sieht nun einen Korb mit reifem Obst, zum Verzehren bestimmt. So sollte Israel von seinen Feinden verzehrt werden; es war reif zum Gericht und die Zeit der Geduld und des Verschonens war vorüber. Der Augenblick war nahe, da weltliche Lust und Übermut sich in Jammer und Verzweiflung verwandeln würde! - Auch heute ruft der Herr den leichtfertigen, genußsüchtigen Weltkindern zu: „Wehe euch, die ihr jetzt lachet, denn ihr werdet trauern und weinen!“ (Luk. 6,25.) - Im Geiste muß der Prophet alles voller Leichen sehen; das Gericht und der Tod sollten eine furchtbare Ernte halten im Lande Israel! - Unter den Zuhörern des Propheten wollten wohl etliche sich wehren gegen solche Zukunftsenthüllungen. Aber gebieterisch mußte er ihnen ein „Stille!“ zurufen. Wenn Gott redet, darf sich niemand dagegen auflehnen: „Still vor dem Herrn Jehova! Denn nahe ist der Tag Jehovas!“ „Alles Fleisch schweige vor Jehova! Denn Er hat Sich aufgemacht (ist hervorgetreten als Richter) aus Seiner heiligen Wohnung!“ (Zeph. 1,7; Sach. 2,13.) Es ist aber ein himmelweiter Unterschied, ob man jetzt in heiliger Herzensehrfurcht stille wird und sich beugt in der Gegenwart des Allerhöchsten, oder ob man bald gezwungen verstummen und huldigen muß vor Seiner richtenden Majestät!

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