BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
November 1918

Sonnabend, den 23. November 1918


3. Mose 25,49.50

Es kann ein Mitgläubiger nicht nur „von einem Fehltritt übereilt“, sondern von Satan und Sünde wirklich verblendet, gefangen, geknechtet und über zugerichtet worden sein! Da kostet es etwas, ihn zu lösen. Nicht umsonst rang ein Epaphras in den Gebeten für die Gläubigen, und ein Paulus schreibt ihnen: „Ich will, daß ihr wisset, welch großen Kampf ich habe um euch!“ (Kol. 2,1; 4,12.) Mit Weinen muß er uns von solchen sagen, die einst den Weg des Glaubens wandelten und nun zu den „Feinden des Kreuzes Christi“ übergegangen waren und „auf das Irdische sannen“. (Phil. 3,18.19.) Wir sehen, daß das „Lösegeld“, daß wir für einander darlegen können, in allererster Linie in heißem Gebet und Flehen besteht; und dann wird Gott uns zeigen, was für einen abgeirrten Bruder, für eine in die Gefangenschaft der Welt und der Sünde geratene Schwester ferner geschehen kann durch uns! – Geben wir, die wir geistlich zu sein glauben, uns zu solchem Gebetskampf, zu solchen Opfern der Liebe her, um unsere geschädigten Mitgläubigen von neuem zu befreien? „Die einen, welche streiten, weise zurecht, die anderen aber rettet mit Furcht, sie aus dem Feuer reißend, indem ihr selbst das von dem Fleische befleckte Kleid hasset!“ (Jud. 22.23.) Oder können wir es ruhig mit ansehen, daß Satan und die Welt „vor unseren Augen“ (V. 53) über ein Glied des Volkes Gottes mit Härte herrschen, es schädigen und verderben? – Ach, wieviel wird da versäumt an liebender, ernster Gebets- und Glaubenstätigkeit für die verarmten und geknechteten Glieder des Volkes Gottes!

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