BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Oktober 1918

Mittwoch, den 30. Oktober 1918


Amos 5,25-27

Die götzendienerische Neigung ihres Herzens hatte sich bei den Israeliten von jeher gezeigt. Bereits in der Wüste, wo Jehova doch eben erst den Bund mit ihnen eingegangen war, hatten sie Götzendienst getrieben. Statt daß Israel mit Herz und Leben seinem wahren Könige, Jehova, ergeben gewesen wäre, dessen Stiftshütte sie ja durch die Wüste begleitete, hatten viele von ihnen schon damals den grausamen ammonitischen Götzen Moloch (oder Molech, auch Milkom genannt) zu ihrem „Könige“ erwählt und ihm einen tragbaren Tempel gefertigt, wie sie überhaupt verschiedene Götzenbilder samt deren Gestellen durch die Wüste mitführten, z. B. auch das Sternbild des Gottes Remphan. (Vgl. Apg. 7,42.43; 3. Mose 18,21; 20,1-5.) - Also weit entfernt davon, daß Israel ausschließlich seinem wahren, gnädigen und herrlichen Gott Jehova gedient hätte, hatten sie von jeher bis auf den heutigen Tag das Herz ihres Gottes vielfach durch Treulosigkeit und Abfall gekränkt, indem sie sich heidnischen Göttern zuwandten, die doch in Wahrheit nicht Götter genannt zu werden verdienten. Auch die Kälber von Bethel und Dan, denen Israel in den Tagen des Propheten Amos diente, waren nur eine Erneuerung des Kalbes, das Aaron in der Wüste gefertigt hatte. Nun aber war endlich Gottes tragende, vergebende Langmut zu Ende! Er kündigte ihnen an, daß Er sie weit über Damaskus hinaus wegführen lassen werde, was ja im Jahre 721 v. Chr., also etwa 80 Jahre später, durch Salmanassar von Assyrien geschah.

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