BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Oktober 1918

Freitag, den 25. Oktober 1918


Amos 5,13-15

Je weniger Hingebung an den Herrn, je weniger Beugung vor Seinem Wort und Furcht vor Seinem Gericht unter den Menschen und selbst im Volke Gottes zu finden ist, desto inniger klammert sich der einzelne Gerechte, der unter diesem allen leidet, an seinen Gott! Und ob er auch schon oftmals gemeint hat, jegliches Zeugnis von Gott an die Menschen unterlassen zu sollen, da es ja doch kaum Frucht zu tragen scheint, so brennt doch das Feuer heiliger Entrüstung über die Sünde und heiliger Liebe zu dem Sünder so stark in seinem Inneren, daß er trotz allem immer wieder beginnen muß, zu zeugen, zu warnen, zu locken, zu bitten: „Kehret um, kehret um von euren bösen Wegen! Denn warum wollt ihr sterben?“ (Hes. 33,11.) - So tat es auch hier der Prophet Amos. Wohl hatte er eben erst ausgesprochen: „Darum schweigt der Einsichtige in dieser Zeit, denn es ist eine böse Zeit!“, aber dennoch drängt es ihn von neuem, sich mit dringender Bitte und Mahnung an sein verblendetes, dem Gericht entgegeneilendes Volk zu wenden. (Vgl. Kap. 5,16-20.) Er zeigt demselben klar, daß es Gott in keiner Weise um eine äußere Form der Frömmigkeit zu tun ist, sondern um den praktischen Taterweis der Gottesfurcht im täglichen Leben! Ist auch uns das klar?

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