BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Oktober 1918

Sonntag, den 13. Oktober 1918


Amos 3,9.10

Die Palastbewohner von Asdod, der nächstgelegenen Philisterstadt, und von Ägypten werden herbeigerufen. Sie sollen sich auf den Samaria umgebenden Bergen versammeln, um von dort aus die große sittliche Verwirrung, die Bedrückungen und Gewalttaten in der Hauptstadt des Zehnstämmereiches zu beobachten. So groß war also die Ungerechtigkeit und Bosheit geworden in Israel, das sich das Volk Gottes nannte, daß selbst Heiden, die den lebendigen Gott und Sein heiliges Gesetz nicht kennen, sich darüber entsetzen müssen! - Gott muß über Israel klagen: „Sie wissen nicht zu tun, was recht ist“, d. h. jeder Begriff für das, was recht ist, ist ihnen verloren gegangen - das Unrechttun ist ihnen zur Natur geworden! - Könnte Gott heute treffender, als in diesen Worten, klagen über die Zustände unter den „christlichen“ Völkern Europas - auch über unser deutsches Volk? Müssen wir uns nicht vor den Heiden schämen, denen manches nicht möglich wäre, was sogenannte „Christen“ tun?

Im ersten Kriegsjahr erlebte es eine deutsche Missionarin in Kamerun, daß plötzlich der allabendliche betäubende Lärm der Tanztrommel nicht mehr ertönte und die Neger so stille einhergingen. Als sie verwundert nach der Ursache fragte, wurde ihr zur Antwort: „Wie könnten wir hier tanzen und lustig sein, da in Deutschland Schmerz ist und Blutvergießen durch den furchtbaren Krieg?“

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