BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
September 1918

Sonnabend, den 21. September 1918


Amos 2,4.5

Judas Sünden gipfelten darin, daß sie (mit den zehn Stämmen), die alleinigen Besitzer des Gesetzes Jehovas auf Erden, dieses Gesetz nicht bewahrt, d. h. befolgt und zu ihrer Richtschnur in Handel und Wandel gemacht hatten. Statt daß die im Gesetz dargestellte göttliche Wahrheit auf ihr Herz und Gewissen gewirkt hätte, waren sie den Lügen anheimgefallen und durch sie irregeführt worden. Unter diesen „Lügen“ haben wir wohl vor allem die Götzen zu verstehen, deren Dienst der verderblichste Seelenbetrug war! Es ist ja tieftraurig zu sagen, daß Israel - abgesehen von den Tagen Moses, Josuas, Samuels und Davids - stets mehr oder weniger dem Götzendienst ergeben war. Selbst die gottesfürchtigsten Könige vermochten nicht, für längere Zeit demselben zu wehren. Das verzehrende Feuer des göttlichen Zornes, das hier Jerusalem und Juda angekündigt wird, ist, wie wir wissen, hernach durch die Chaldäer über sie gekommen.

Der Besitz des göttlichen Wortes ist heute das Vorrecht der Christenheit. Sie ist deshalb berufen und verantwortlich, sich nach diesem heiligen Maßstab zu richten. Aber ach! wie einst Israel, so verachtet und verwirft heute die Christenheit die kostbare Wahrheit der Bibel und erwählt statt dessen Lügen. Man denke an den modernen Unglauben und an all die heidnischen Religionen (Mazdaznan, Buddhismus, Bahai usw.), die in den Jahren vor dem Kriege nacheinander bei uns aufkamen - an all die Entstellungen und Entwertungen des Christentums, wie Adventismus, Mormonentum, Christliche Wissenschaft u. a. m., die auch jetzt während des Krieges eifrige Propaganda treiben und große Fortschritte machen in unserem Volke! Es ist dies die längst begonnene Erfüllung des Gerichtswortes: „Darum, daß sie die Liebe zur Wahrheit nicht annahmen, damit sie errettet würden, sendet Gott ihnen eine wirksame Kraft des Irrtums, auf daß sie der Lüge glauben, auf daß alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, sondern Wohlgefallen an der Ungerechtigkeit gefunden haben.“ (2. Thess. 1,11.12.) Wie einst Juda, so kündigt der Herr heute der abtrünnigen Christenheit ein nahes, unwiderrufliches Strafgericht an! (Vgl. Röm. 1,18.20; 1. Thess. 5,2.3; 2. Petr. 3,3-10; Offb. 3,1-3. 14-17.) - Herr, Du hast mir Dein Wort anvertraut. Gib mir heute Gnade, meine Gedanken, Worte und Taten nach demselben zu gestalten!

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