BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
September 1918

Sonntag, den 1. September 1918


3. Mose 25,23.24

Was in den vorhergehenden Bestimmungen schon eingeschlossen lag – nämlich daß der Grund und Boden des Landes Kanaan nicht eigentlich und dauernd veräußert werden dürfe – das wird hier deutlich ausgesprochen und zugleich bestimmt, wie derjenige Israelit, welcher aus Not seinen Grundbesitz verkaufen mußte, durch Lösung wieder zu seinem Eigentum kommen soll. Der eigentliche Eigentümer Kanaans war Jehova, und die Kinder Israel waren „Fremdlinge und Beisassen“ bei Ihm.

Wenn dies den Kindern Israel schon gesagt wurde, daß sie „Fremdlinge und Beisassen“ auf Erden seien, wievielmehr gilt es uns, und zwar in doppeltem Sinne. Denn erstens ist aller Menschen Dasein auf Erden nur ein vorübergehendes, flüchtiges, seit durch die Sünde der Tod in die Welt gekommen ist, und wir sollten ernstlicher in die Bitte Moses, des Mannes Gottes, einstimmen: „Herr, lehre uns zählen unsere Tage, auf daß wir ein weises Herz erlangen!“ (Ps. 90,12; vgl. 1. Kor. 7,29-31.) Zweitens aber sind wir als Erlöste des Herrn in besonderem Sinne „Fremdlinge und ohne Bürgerrecht“ auf Erden. Die Gnade Gottes in Christo hat uns dem Herzen und der Stellung nach schon „herausgenommen aus dem gegenwärtigen bösen Zeitlauf“ und uns im Himmel Bürgerrecht und ein unverwesliches und unbeflecktes und unverwelkliches Erbteil bereitet. (Lies Phil. 3,20.21; Hebr. 11,13-16; 12,28.29; 1. Petri 1,3-5.17-19; 2,11.12.) Ob wohl alle Kinder Gottes dies schon klar im Glauben erfaßt haben? Ob sie wohl auch alle die notwendigen Rückschlüsse und Folgen für ihren praktischen Wandel aus diesen erhabenen und kostbaren Tatsachen ziehen?

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