BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
August 1918

Mittwoch, den 28. August 1918


3. Mose 25,1-7

Der Inhalt dieser letzten Kapitel (25-27) bildet einen wichtigen Teil der Gesetze, die Jehova dem Mose auf dem Berge Sinai gegeben hatte. Am Fuße des Berges – in der Wüste Sinai – lagerte das Volk Israel fast zwei Jahre, nämlich seit dem dritten Monat ihres Auszuges aus Ägypten bis zum zwanzigsten Tage des zweiten Monats im zweiten Jahre! (4. Mose 10,11-13; vgl. 2. Mos. 19,1.2.) Hier wurde die Stiftshütte mit allem Zubehör hergestellt und hier übermittelte Mose – wie es uns der Gang des zweiten, dritten und der Anfang des vierten Buches Mose zeigt – dem Volke nach und nach all die Vorschriften, Gebote und Satzungen, welche er auf dem Berge von Jehova empfangen hatte. – In dem vorliegenden Kapitel 25 handelt es sich um das alle sieben Jahre wiederkehrende Sabbatjahr und das große Hall- und Jubeljahr, welch letzteres sich allemal dem siebenten Sabbatjahre anschließen, also als fünfzigstes die 7 x 7 = 49 Jahre krönen sollte. – Jehova betont Sein besonderes und alleiniges Eigentumsrecht hinsichtlich des Landes Kanaan. Das Volk Israel, dem Er es gab, sollte dessen eingedenk sein und sich nur als Verwalter und Nutznießer des Eigentums Jehovas betrachten! V. 1-7: Gott forderte und gebot für Sein Land alle sieben Jahre ein Ruhejahr, so wie Er dem Menschen alle sieben Tage einen Ruhetag gegeben hatte. (Siehe die Betr. über den Sabbat, 1. Quartalsheft des Bibellesez. 1918, 5.-13. Jan.) In diesem Ruhejahr sollte das Land feiern,''' und Mensch und Vieh sollten gleichfalls von der sonstigen Feldarbeit ruhen. Auch durfte das, was in diesem Jahre ohne Bebauung auf Feldern und Weinbergen wuchs, vom Eigentümer nicht im eigentlichen Sinne abgeerntet werden, sondern diente ganz allgemein zur Speise und Erquickung aller. Jeder sollte das von draußen hereinholen, was er für sich und die Seinen zu reichlicher Ernährung und Erquickung bedurfte. Knecht und Magd, Tagelöhner und Beisasse, selbst das Vieh und das wilde Getier – alle sollten vollen und fröhlichen Anteil haben an dem, was Gott in Seiner Güte so reichlich wachsen ließ. (Vgl. 2. Mos. 23,10.11.)

Das israelitische Sabbatjahr ist ein herrlicher Hinweis auf die Ruhe und Segnung Israels und der ganzen Erde im Tausendjährigen Reiche. (Lies Jes. 32,1.5; 33,17-22; 35,1-10; Micha 4,1-5.) Selbst die Schöpfung wird dann frei sein von dem Elend und Verderben, das durch die Sünde des Menschen all diese Jahrtausende auf ihr gelastet hat. Und wie glückselig und gesegnet werden alle Völker sein – Israel an ihrer Spitze – unter der göttlich machtvollen und gerechten Friedensregierung des Herrn Jesu, des „Königs der Herrlichkeit“! – Für die Gemeinde weist das Sabbatjahr vorbildlich noch höher hinauf und noch weiter hinaus auf die ewige Ruhe und Herrlichkeit Gottes, zu der sie berufen ist:

Verlasse die Erde, die Heimat zu sehn,
Die Heimat der Seele, so herrlich, so schön. –
Jerusalem droben von Golde erbaut:
Ist dieses die Heimat der Seele, der Braut?
Ja, ja, ja, ja, dieses allein
Kann Ruhplatz und Heimat der Seele nur sein!

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