BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1918
Mai 1918

Donnerstag, den 16. Mai 1918


Joel 2,21-24

Die ganze Erde wird nunmehr aufgerufen zu Freude und Frohlocken, weil Jehova, der Gott Israels, Großes tut. Wenn der Herr Sein Reich in Macht auf Erden errichtet, dann wird selbst die Schöpfung „freigemacht werden von der Knechtschaft des Verderbnisses“, unter welche die Sünde des Menschen sie gebracht hatte. Das schmerzliche „Seufzen der Kreatur“ wird dann in Jubel verwandelt werden. (Lies Röm. 8,19-21.) Die Kinder Zions insbesondere - d. h. das bekehrte Israel - werden in Jehova ihrem Gott frohlocken und sich freuen. Nachdem das Böse und die Bösen gerichtet und hinweggetan sind, kann Jehova Sein Land segnen mit Fruchtbarkeit und reichem Ertrag, indem Er die Regenzeiten pünktlich eintreten läßt wie im Anfang, da die Kinder Israel das gelobte Land in Besitz nahmen. (Vgl. 3. Mose 26,3.4; Jer. 5,24; Sach. 10,1.)*) - Auch im Leben des einzelnen Menschen ist es stets die Sünde, die Abtrünnigkeit des Herzens Gott gegenüber, welche die Segnungen Gottes hindert. Sobald ein Mensch der Sünde absagt und der Gnade sein Herz öffnet, kann der Herr Großes an ihm tun - ja, ihn völlig erneuern durch Sein Wort und Seinen Geist: „Ist jemand in Christo - eine neue Schöpfung! Das Alte ist vergangen; siehe, alles ist neu geworden!“ (2. Kor. 5,17.) - Für solch einen „neuen Menschen“ wird selbst das Tränental, durch welches er zu gehen hat, ein Ort der Segensquellen; mit Erquickungen von oben her wird ihm dieses Tränental bedeckt! (Lies Ps. 84,6 wörtl. Übers.) Selbst im Irdischen erfährt ein solcher die wunderbare Versorgung seines Gottes - gerade auch in Zeiten allgemeiner Not. Das ist auch heute der Fall!

*) In Palästina gibt es zwei periodische Regenzeiten im Jahre, den Frühregen und den Spätregen. Der Frühregen beginnt Mitte Oktober; er ermöglicht und begünstigt die Bestellung der Felder im Oktober und November und dauert mit wenig Unterbrechung fort bis Ende Januar. Im März beginnt dann der Spätregen, der nur 4-6 Wochen anhält und das letzte Wachstum der Felder fördert bis zur Ernte. - Von diesen beiden Regenperioden hängt eigentlich das ganze Gedeihen des Landes ab. Deshalb war es eine schwere Züchtigung vom Herrn, wenn Er um der Sünde des Volkes willen dem Lande den Regen entzog. (Jer. 3,3.)

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