BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1917
September 1917

Dienstag, den 4. September 1917


1. Thessalonicher 1,9-10

Der von den Juden mit Hilfe des Gassenpöbels veranstaltete Aufruhr, die Gefangennahme des Jason, die Anklage: man empöre sich wider den Kaiser (Apgesch. 17,5-7), waren öffentlich bekannte Tatsachen. Und doch hatten sich viele Herzen dem Evangelium geöffnet, und jene Anklage war im geistlichen Sinne Wahrheit geworden: Ein anderer ist König: Jesus! Wahrlich, Er war in diesen Herzen König geworden, den Götzenbildern hatten sie den Rücken gekehrt, nicht nur den äußeren Götzen, die in den heidnischen Tempeln standen, sondern auch den inneren, die das Herz ausfüllten und das Leben beherrschten. Sie hatten sich bekehrt, um dem lebendigen und wahren Gott zu dienen. – Die Götzen der Namenschristenheit heißen: Geld, Fleischeslust, Ehre, Weltlust, Menschenlob. Ist damit bei dir völlig aufgeräumt? Nicht mehr dient ein wahrer Christ den Menschen, nicht mehr sich selbst, nein, er dient in allen Dingen dem lebendigen und wahren Gott, dessen Auge auf ihm mit Wohlgefallen ruht, der seinen Gebeten antwortet. Seine Erwartung ist, daß Christus aus dem Himmel kommen wird, um die Seinigen aus dieser argen Welt hinauszunehmen und in das Vaterhaus zu führen. Den heiligen Zorn des gerechten Richters über eine verlorene Welt fürchtet er nicht mehr, Jesus hat ihn errettet von dem Gericht. Vor ihm liegt nicht Gericht, sondern Herrlichkeit. An dieser Stelle beginnt der Blick auf die nahe Wiederkunft des HErrn, welcher durch beide Thessalonicherbriefe als der beherrschende Gesichtspunkt so hindurchgeht, daß diese Hoffnung in jedem Kapitel beider Briefe erwähnt wird! Erwartest du die Wiederkunft des Herrn Jesu freudig?

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