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JAHRGANG 1917
März 1917

Sonnabend, den 31. März 1917


Psalm 105,44-45

Obwohl Israel in Kanaan kämpfte, so war der Sieg über die Feinde und die Eroberung des Landes doch eine so augenscheinliche Wundertat der Gnadenmacht Gottes, daß das Volk nur sagen konnte: Gott hat uns das Land gegeben.* Um was Andere sich gemüht hatten, das nahmen die Kinder Israel mühelos in Besitz, indem Gott sie in einem Lande ansiedelte, dessen Fruchtbarkeit sprichwörtlich war und das von seinen früheren Einwohnern sorgfältig bebaut worden war. (Lies 5. Mose 6,10-12) – Was aber war Gottes Absicht, Wille und Ziel, wenn Er Israel so wunderbar errettete und segnete? Daß sie Ihm ihre Dankbarkeit in vertrauensvollem Gehorsam erzeigen und mit ihrem ganzen Leben ein klares, kraftvolles Zeugnis Seiner Wahrheit, Güte und Herrlichkeit vor aller Welt sein möchten. Vor allen anderen Völkern war Israel zum Zeugen, Hüter und Wächter der göttlichen Offenbarungen gesetzt. Wahrlich, die erhabenste und köstlichste Aufgabe, die einem Volke zuteil werden kann! Ganz dieselbe Aufgabe ist in noch weit höherem Sinne heute der Gemeinde des Herrn anvertraut; sie ist als die „Versammlung des lebendigen Gottes“ zum „Pfeiler und zur Grundfeste der Wahrheit“ gesetzt. (1. Timotheus 3,15) Der Herr spricht: „Wer Meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der Mich liebt!“ „Hieran wissen wir, daß wir Ihn kennen, wenn wir Seine Gebote halten.“ (1. Johannes 2,3; Johannes 14,21) Gehorsame Herzen sind auch dankbar: „Lobet Jehova!“

* Mit dem Auszug aus Ägypten verbindet der Heilige Geist hier unmittelbar den Einzug des erlösten Volkes in Kanaan, ohne der Wüstenwanderung mit ihren Mühen und Versuchungen zu gedenken; diese findet im nächsten Psalm erst ihre Beachtung. – Auch im Neuen Testament gibt es zahlreiche Stellen, welche die Herausrettung der Glaubenden aus Welt und Sünde in unmittelbare Verbindung bringen mit ihrem Eingang in den Himmel – ihr erstes Kommen zu Christo mit ihrer Berufung zu Gottes ewiger Herrlichkeit! Dies ist außerordentlich kostbar, denn es zeigt uns, daß der Herr Jesus von den Schäflein, die Er mit Seinem Blut erkauft hat, sich keines auf dem Wege durch die Wüste rauben läßt! Er hat Ihnen ja schon das ewige Leben gegeben und bringt sie durch Seine Gnadenmacht alle dorthin, wo Er vor den Vater treten und sprechen wird: „Siehe, Ich und die Kinder, die Du Mir gegeben hast!“ (Hebräer 2,13; lies auch Johannes 6,39!)

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