BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1917
Februar 1917

Freitag, den 23. Februar 1917


Hosea 3,4.5

Die „vielen Tage“, von denen hier die Rede ist, dauern bis heute noch an. Die Juden sind, nachdem sie Christum verkannt und verworfen, als Er in ihre Mitte kam, von neuem unter die Nationen zerstreut - ohne König, ohne Fürsten (nach der Rückkehr aus der babylonischen Gefangenschaft hatten sie doch wenigstens noch stets einen Fürsten aus dem Stamme Davids!), „ohne Schlachtopfer“ (d. h. ohne den Opferdienst im Tempel) und ohne Ephod (d. h. ohne das levitische Priestertum). Andererseits sind sie allerdings auch „ohne Bildsäule“ (götzendienerisches Denkmal) und „ohne Teraphim“ (Hausgötzen); denn seit der Rückkehr aus Babylon sind die Juden nie mehr in heidnischen Götzendienst verfallen. Doch die Verbindung mit Jehova, ihrem Gott, fehlt noch ebensowohl! Wie sehen wir das an den Juden bei uns im Lande so deutlich! - Doch es wird der Augenblick kommen - vielleicht ganz schnell - da „der Feigenbaum ausschlägt“ und der „Gnadensommer“ für Israel beginnt. Gott wird die Juden in ihr Land zurückführen und wahre, tiefe Buße und Umkehr bei ihnen bewirken, wie es uns alle Propheten in Aussicht stellen. Dann werden die Kinder Israel „Jehova, ihren Gott, und David, ihren König, suchen,“ d. h. sich von Herzen zu Christo, dem wahren David, ihrem Hirten und König, bekehren. „Zitternd,“ tieferschüttert und gebeugt über ihre schreckliche Blindheit und ihr langes Widerstreben gegen Christum, werden sie sich dann - „am Ende der Tage“ - zu Gott und Seinem dargebotenen Heil wenden! (Lies Sach. 12,20 - 13,1.) Es wird jene herrliche Segenszeit anbrechen, von welcher die Verheißungen Gottes für Israel voll sind, die wir auch schon in Kapitel 1,10.11 und 2,14-23 angekündigt fanden.

Gewiß sind heute unter unseren Lesern einzelne, von denen man sagen muß, daß sie bis auf die gegenwärtige Stunde noch „ohne Gott und ohne Hoffnung in der Welt sind“, daß sie ohne Hirten und Heiland einhergehen wie verirrte Schafe! Solchen gilt der Ruf: Erkennet eure Schuld und Gefahr! Wendet euch - wie es später die Kinder Israel tun werden - zitternd zu dem HERRN und zu Seiner Güte! Er ladet jetzt noch alle Mühseligen und Beladenen so freundlich ein, mit ihren Sünden- und Sorgenlasten an Sein liebendes Herz zu eilen und bei Ihm Vergebung, ewiges Heil und Leben zu erlangen!

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