BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1916
Januar 1916

Freitag, den 28. Januar 1916


3. Mose 11,41-42

In den auf dem Bauche kriechenden und den vielfüßigen Tieren, die als unrein bezeichnet werden, sehen wir – wie auch schon in früher namhaft gemachten Tierklassen – bildliche Hinweise auf die Gesinnung und den Wandel von Menschen, die durch ihr Hangen an der Welt und am Irdischen, durch ein völliges Aufgehen im Diesseits gekennzeichnet sind. Sie kleben an der Erde und klammern sich an zeitlichen Besitz und Genuß, an irdische Beziehungen und Bestrebungen, und vergessen, daß auch sie eine unsterbliche Seele haben, der Gott ursprünglich die Ewigkeit eingepflanzt hat! (Pred. 3,11.) Sie vergessen, daß der Tod über kurz oder lang ihrem Leben in dieser Welt ein Ende macht und sie vor Gottes Richterstuhl führt, wo sie sich zu verantworten haben werden über all ihr Tun und Lassen: „Wisse, daß um dies alles Gott dich ins Gericht bringen wird!“ (Pred. 11,9.) Welch ein „Greuel“ aber auch solch ein durchaus irdischer Sinn unserem Gott ist und so fremd und entgegeben derselbe dem Geist Seines Hauses und Reiches ist, so liebt Er doch ohne Ausnahme all die Ihm entfremdeten, vom Sichtbaren und Zeitlichen hingenommenen und verblendeten Menschenkinder! Und den Sohn Gottes hat Seine Liebe zu diesen Verirrten und Verblendeten getrieben, Sich für sie zu opfern am Kreuz auf Golgatha. (Lies Joh. 3,16.) O, daß noch viele in diesen ernsten Tagen der Endzeit die Hohlheit und Nichtigkeit ihres bisherigen Trachtens und Strebens – vor allem aber die Schuld und Sünde ihres Lebens erkennten und Christum, den Heiland der Welt, in persönlichem Glauben ergriffen zur Erlösung ihrer Seele für Zeit und Ewigkeit!

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