BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1916
Januar 1916

Dienstag, den 11. Januar 1916


3. Mose 11,7

Hier wird das Schwein genannt als ein Tier, das zwar gespaltene Hufe hat, aber es käut nicht wieder, und deshalb galt es, wie die in Vers 4-6 genannten Tiere, als unrein. Es mag jemand äußerlich einen scheinbar tadellosen Lebenswandel führen; aber ein böses Herz des Unglaubens oder der Heuchelei, eine nicht durch Gottes Wort gereinigte Seele, kurz, ein unwiedergeborener Mensch bewegt sich in diesem Pharisäerkleide! Wird der scheingerechte Wandel, das vor Menschen tadellose Verhalten Anerkennung bei Gott finden? Ganz gewiß nicht! „Der Mensch sieht auf das Äußere, aber Jehova sieht auf das Herz“ (1. Sam. 16,7). Der Heilige Geist beginnt Sein erleuchtendes, lebendig machendes und reinigendes Werk stets im Inneren des Menschen. Er berührt Herz und Gewissen mit dem Hammer des Wortes Gottes, welches „Felsen zerschmettert“ (Jer. 23,29) und streut in die Furchen eines in Buße zerknirschten Herzens den goldenen Samens des Wortes Gottes, der aufgeht und Früchte im Wandel und Leben hervorbringt zum Preise Gottes! – Ist dein Wandel nicht die Furcht des inneren Aufnehmens und dankbaren Befolgens des Wortes Gottes, so sind „alle deine Gerechtigkeiten wie ein unflätiges Kleid“ vor Gott. (Jes. 64,6; vergl. 59,6.) Du kannst in demselben nicht vor ihm bestehen!

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