BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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JAHRGANG 1915
Juli 1915

Sonntag, den 25. Juli 1915


3. Mose 5,14-26

Hier redet Jehova von Veruntreuungen an Seinen heiligen Dingen. Wie bedeutsam ist auch dieser Abschnitt für uns! O, wie leicht verfehlen wir uns in heiligen Dingen, in den Dingen Gottes! Um nur einiges zu nennen: Wie oft kommt es vor, daß wir im Gebet, beim Nahen zu unserem heiligen Gott, zerstreut sind; oder unsere Lippen singen Ihm ein Loblied, und plötzlich sind unsere Gedanken mit ganz Irdischem, um nicht zu sagen Eitlem beschäftigt! Oder: sind wir treu gegen Gott in unseren Geldangelegenheiten! Man muß leider überzeugt sein, daß die meisten gläubigen Christen dem Herrn weniger geben, als es ein Israelit nach dem Gesetz tat! Ist das nicht sehr beschämend? Ein Opfer an sich genügte nicht, wenn der Israelit sich bewußt wurde, Jehova etwas vorenthalten zu haben; Gott forderte Erstattung, und zwar über das Vorenthaltene hinaus! Allerdings sühnte andererseits alles Erstatten die Verfehlung nicht, wenn die Schuld nicht durch den Tod eines Opfers gesühnt wurde. – Dies hat uns viel zu sagen! Beim Erkennen einer Verfehlung uns darauf zu verlassen, daß ja Jesus für unsere Sünden gelitten hat, ohne diese Versündigung zu bekennen und gutzumachen – das ist Selbstbetrug und Heuchelei; Gott erkennt das nicht an. Er fordert mit der Erkenntnis des Fehltritts auch eine völlige Änderung, und wo ein Gutmachen des Schadens irgendwie in Frage kommt, auch dieses reichlich. Andererseits wird es einem Menschen, der ein Versäumnis auf irgend einem Gebiet erkennt, nichts nützen, wenn er selbst hundertfach Erstattung leistete. Gott gegenüber wird sein Gewissen nur entlastet durch Zufluchtnahme zu dem Opfer Christi!

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