BIBELLESEZETTEL von Chr. von Viebahn

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Startseite -- Bücher AT -- 4. Mose -- 060 (Aufgabenbereich der Söhne Meraris: Bretter und Säulen der Stiftshütte, Säulen und Seile des Vorhofs)
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DAS VIERTE BUCH MOSE (Numeri)
A. GOTTES GESETZ -- TEIL 7: VOLK, PRIESTER und LEVITEN (4. Mose 1:1-10:10)

23. Aufgabenbereich der Söhne Meraris: Bretter und Säulen der Stiftshütte, Säulen und Seile des Vorhofs (4. Mose 4,29-33)


4. MOSE 4,29-33 (Die goldenen Bretter)

29 Die Kinder Merari nach ihren Geschlechtern und Vaterhäusern sollst du auch ordnen 30 von dreißig Jahren an und darüber bis ins fünfzigste Jahr, alle, die zum Dienst taugen, daß sie ein Amt haben in der Hütte des Stifts. 31 Dieser Last aber sollen sie warten nach allem ihrem Amt in der Hütte des Stifts, das sie tragen die Bretter der Wohnung und Riegel und Säulen und Füße, 32 dazu die Säulen des Vorhofs umher und Füße und Nägel und Seile mit allem ihrem Geräte, nach allem ihrem Amt; einem jeglichen sollt ihr seinen Teil der Last am Geräte zu warten verordnen. 33 Das sei das Amt der Geschlechter der Kinder Merari, alles, was sie schaffen sollen in der Hütte des Stifts unter der Hand Ithamars, des Priesters, des Sohnes Aarons.

Sehr köstlich ist die Bedeutung der „silbernen Füße“, auf welche jedes einzelne Brett gestellt wurde. In der Bibel weist das Silber stets hin auf die Erlösung, auf das Lösegeld, mit welchem jedes Glied des Volkes Gottes erkauft ist. Jeder Israelit, der in das „Heer des Herrn“ eintrat, mußte einen halben Sekel Silber bezahlen, „um Sühnung zu tun für seine Seele“. Und dieses „Sühngeld“ der Kinder Israel wurde zur Herstellung der silbernen Gegenstände im Heiligtum verwandt, also auch zu jenen silbernen Füßen, auf welchen die „goldenen Bretter“ standen. (2. Mose 30,11-16.)

2. Mose 30,11-16 -- 11 Und der HERR redete mit Mose und sprach: 12 Wenn du die Häupter der Kinder Israel zählst, so soll ein jeglicher dem HERRN geben die Versöhnung seiner Seele, auf daß ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezählt werden. 13 Es soll aber ein jeglicher, der in der Zahl ist, einen halben Silberling geben nach dem Lot des Heiligtums (ein Lot hat zwanzig Gera). Solcher halber Silberling soll das Hebopfer des HERRN sein. 14 Wer in der Zahl ist von zwanzig Jahren und darüber, der soll solch Hebopfer dem HERRN geben. 15 Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den halben Silberling, den man dem HERRN zur Hebe gibt für die Versöhnung ihre Seelen. 16 Und du sollst solch Geld der Versöhnung nehmen von den Kindern Israel und zum Gottesdienst der Hütte des Stifts geben, daß es sei den Kindern Israel ein Gedächtnis vor dem HERRN, daß er sich Über ihre Seelen versöhnen lasse.

Den gläubigen Christen wird gesagt: „Ihr wisset, daß ihr erlöst worden seid von eurem eitlen, von den Vätern überlieferten Wandel - nicht mit verweslichen Dingen, mit Silber oder Gold, sondern mit dem kostbaren Blute Christi als eines Lammes ohne Fehl und ohne Flecken!“ (1. Petr. 1,18.19.)*) So stehen wir denn als Erlöste vor Gott auf einem ganz neuen Boden - in einer ganz neuen Stellung. Nicht mehr Sünder, sondern Gerechte sind wir in Christo vor Ihm! (Vgl. Röm. 5,19.)

Römer 5,19 -- Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viele Sünder geworden sind, also auch durch eines Gehorsam werden viele Gerechte.

Wir dürfen schon jetzt einstimmen in das kostbare Lied von Offb. 1,6. Deshalb heißt es auch: „Durch ein Opfer hat Er auf immerdar vollkommen gemacht, die geheiligt werden!“ (Hebr. 10,14.)

Offenbarung 1,6 -- und hat uns zu Königen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater, dem sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen./ Hebräer 10,14 -- Denn mit einem Opfer hat er in Ewigkeit vollendet die geheiligt werden.

Wenn wir diese herrliche Tatsache unserer vollkommen neuen Stellung in Christo in lebendigem Glauben erfassen, so wird große Freude unsere Seele erfüllen und wir werden Gott ehren können durch Anbetung und einen heiligen Wandel!

*) Dies Wort erinnert uns noch an eine andere Tatsache als die oben erwähnte aus der Geschichte Israels. Schon bei seiner Geburt mußte jeder erstgeborene Sohn in Israel „gelöst“, d. h. vom göttlichen Todesurteil, das ihn schon wegen der Erbsünde traf, losgekauft werden durch das stellvertretende Opfer eines fehlerlosen Lammes. Damit wurde die Erstgeburt Israel Gott geweiht; Jehova wollte die von Sünde und Tod Erlösten für Sich besitzen! (Lies 2. Mose 13,11-16.)
2. Mose 13,11-16 -- 11 Wenn dich nun der HERR ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er dir und deinen Vätern geschworen hat und dir's gegeben, 12 so sollst du aussondern dem HERRN alles, was die Mutter bricht, und alle Erstgeburt unter dem Vieh, was ein Männlein ist. 13 Die Erstgeburt vom Esel sollst du lösen mit einem Schaf; wo du es aber nicht lösest, so brich ihm das Genick. Aber alle erste Menschengeburt unter deinen Söhnen sollst du lösen. 14 Und wenn dich heute oder morgen dein Kind wird fragen: Was ist das? sollst du ihm sagen: Der HERR hat uns mit mächtiger Hand aus Ägypten, von dem Diensthause, geführt. 15 Denn da Pharao hart war, uns loszulassen, erschlug der HERR alle Erstgeburt in Ägyptenland, von der Menschen Erstgeburt an bis an die Erstgeburt des Viehs. Darum opfre ich dem HERRN alles, was die Mutter bricht, was ein Männlein ist, und die Erstgeburt meiner Söhne löse ich. 16 Das soll dir ein Zeichen in deiner Hand sein und ein Denkmal vor deinen Augen; denn der HERR hat uns mit mächtiger Hand aus Ägypten geführt.

(Mittwoch, 26. Mai 1920)

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